Landesweiter Warntag Sirene Probealarm
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Beim zweiten landesweiten Warntag sollen am Donnerstag die Sirenen heulen – zur Probe wohlgemerkt.

Ein halbes Jahr nach dem letzten Probealarm wird es schon wieder laut in Nordrhein-Westfalen: Zum zweiten landesweiten Warntag sollen am kommenden Donnerstag landesweit die Sirenen heulen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will das Geheule in einer Bochumer Feuerwehrwache um 10 Uhr persönlich auslösen, wie das Ministerium in Düsseldorf mitteilte.

Zu dieser Zeit werden zeitgleich in den verschiedenen Kommunen die örtlichen Warnkonzepte getestet. Dazu zählen beispielsweise Sirenen. Mit der Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird landesweit eine Probewarnmeldung versendet. Außerdem gibt es Lautsprecherdurchsagen aus Warnfahrzeugen.

Grafik Sirenensignale Probealarm
Foto: Feuerwehr Mettmann

Darüber hinaus soll der Warntag die Bevölkerung wiederum daran erinnern, wie wichtig es ist, sich mit Warnung auszukennen.  Wir beantworten wichtige Fragen:

Wie wird gewarnt?

Warnungen erhalten Sie zum Beispiel über:

  • Sirenen
  • Lautsprecherfahrzeuge
  • Warn-Apps z.B. NINA
  • Radio und Fernsehen
  • Soziale Medien

Grundsätzlich wird mit einem Mix aus verschiedenen Warnmitteln gewarnt. Das bedeutet, dass nicht nur ein Medium genutzt wird, sondern möglichst viele verschiedene Wege, um die Bevölkerung zu erreichen. Dabei unterscheidet sich die Warnung von Ort zu Ort. Somit kann es sein, dass Sie aus dem Nachbarort Sirenen hören, an Ihrem Wohnort aber Lautsprecherfahrzeuge durch die Straßen fahren.

Warum gibt es Sirenen?

Sirenen wird der so genannte „Weckeffekt“ zugeschrieben. Gerade nachts sind im Normalfall der Fernseher und Radio ausgeschaltet und das Handy kann lautlos gestellt sein. Der Heulton einer Sirene ist davon unabhängig und erreicht die Bevölkerung Tag und Nacht.

Was ist bei einem Sirenen-Alarm zu tun?

Informiert euch! Schaltet das Radio ein und achten auf Meldungen und Hinweise zum Schadensereignis! Versorgt euch zudem auf anderen Wegen mit Informationen, zum Beispiel über das Internet (Google, lokale Presse, …).

Wie muss man sich im Ernstfall verhalten?

Beachtet folgende Hinweise:

•    Ruhe bewahren
•    Gebäude oder Wohnung aufsuchen/verlassen
•    Nachbarn informieren
•    Türen und Fenster schließen
•    Radio einschalten (Lokalhörfunksender, WDR 2, bei Stromausfall: Autoradio)
•    Notrufe (110 oder 112) nicht blockieren – nur im Notfall anrufen!

Nicht in allen Städten ertönten beim letzten Mal die Sirenen: In den 1990er Jahren waren sie nach dem Ende des Kalten Krieges vielerorts abgebaut worden. Der landesweite Warntag 2019 steht unter der Motto „zusammen:warnen“. Der Warntag wird ab 2020 nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern sogar bundesweit durchgeführt. 

Der erste landesweite Warntag vor einem Jahr hatte Schwachstellen und Lücken bei der Warn-App „Nina“ zu Tage gefördert.