Foto: dpa/Andreas Gebert
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Unbekannte haben offenbar in der ersten Oktoberwoche in Mittelfranken ein Stahlseil über eine ICE-Strecke gespannt.

Ermittler der bayerischen Polizei fanden in der Nähe des mutmaßlichen Tatorts bei Allersberg Reste des Seils sowie einen Drohbrief in arabischer Sprache und einen arabischen Schriftzug an einem Brückenpfeiler, wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA), die Generalstaatsanwaltschaft München und die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus am Montag mitteilten. Möglicherweise wurden auch Holz- und Eisenteile auf die Schienen gelegt.

Zugführer bemerkte Geräusch

Der Zugführer eines ICE auf dem Weg von Dortmund nach München bemerkte demnach am 7. Oktober kurz vor Mitternacht in der Nähe von Allersberg ein verdächtiges Geräusch. In München stellte er einen Schaden an der Frontscheibe des ICE fest. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden. Da die Deutsche Bahn für den fraglichen Zeitpunkt in der Nähe von Allersberg einen Kurzschluss meldete, wurden dort das Gleis und das umliegende Gelände mehrmals abgesucht.

Das Drohschreiben sei noch nicht abschließend ausgewertet, erklärten die Ermittler. Es werde in alle Richtungen ermittelt. unklar sei, welchen Schaden das Seil hätte anrichten können, wenn der Angriff auf den Zug geglückt wäre. Mögliche Zeugen wurden aufgerufen, sich beim LKA oder anderen Polizeidienststellen zu melden.

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(AFP)