Foto: Shutterstock/Andrea Izzotti
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Der Kinderfänger lauerte am Schulweg. Der zehn Jahre alte Junge war mit seinem Roller auf dem Weg, als plötzlich der dunkle VW Up heranrollte und stehen blieb. Mit aggressivem Ton soll der Mann das Kind dazu gebracht haben einzusteigen. Doch die Entführung scheiterte – dank eines Unfalls.

Die Polizei in Velbert bei Essen fahndet nach einem mutmaßlichen Kindesentführer. Es seien zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die geprüft würden, sagte eine Polizeisprecherin in Mettmann am Donnerstag.

Der Mann soll einen den Jungen auf dessen Schulweg angesprochen und in sein Auto gelockt beziehungsweise befehligt haben. Nachdem der Mann einen Unfall verursacht habe, sei der Junge unbehelligt davongekommen.

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Die Polizei geht zudem Berichten im Internet nach, wonach es in den nahe gelegenen Städten Essen und Hattingen zu ähnlichen Versuchen gekommen sein soll. Dort seien die angesprochenen Jungen aber nicht ins Auto gestiegen.

Der Vorfall in Velbert hat sich laut Polizei bereits am vergangenen Freitag zugetragen. Der Zehnjährige sei vom Autofahrer angesprochen worden, zunehmend aggressiv habe der Fahrer auf den Jungen eingewirkt und ihn so zum Einsteigen überredet. Er werde ihn zur Schule bringen.

In einer Linkskurve habe er dann aber die Kontrolle über sein Auto verloren und sei in eine Böschung gerutscht. Der Junge konnte aussteigen und zu Fuß seinen Weg zur Schule fortsetzen. Dort habe er von dem Vorfall Lehrern berichtet, die die Polizei einschalteten.

Tatsächlich fanden die Beamten am beschriebenen Ort Unfallspuren, darunter ein Fahrzeugteil eines schwarzen Kleinwagens.

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(dpa)