Foto: dpa/Steve Cannon
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Stunden nach der tödlichen Schießerei in einem Yogastudio werden Details zur Vergangenheit des Schützen bekannt. Er soll vor Jahren Online-Videos mit rassistischen und frauenfeindlichen Aussagen gemacht haben.

Der mutmaßliche Todesschütze in einem Yogastudio in Florida soll einem Bericht zufolge lange vor der Tat rassistische und frauenfeindliche Videos ins Internet gestellt haben. In einer Serie von YouTube-Posts aus dem Jahr 2014 habe er unter anderem den Kleidungsstil und die Ausdrucksweise vieler Afroamerikaner kritisiert und Frauen in Liebesbeziehungen mit schwarzen Männern als „Huren“ bezeichnet, wie das Medienportal BuzzFeed am Samstag meldete.

In einem anderen Video habe der mutmaßliche Täter eine „Invasion“ aus Zentralamerika beklagt. Zudem schlug er vor, Landminen zu platzieren, um Menschen vom Grenzübertritt in die USA abzuhalten. In einem anderen Post erklärte der Mann, promiske Frauen hätten die Kreuzigung verdient. Zudem echauffiert er sich über Damen, die ihn nach seinen Angaben zum Frauenhasser gemacht hätten.

In einem weiteren Video soll sich der mutmaßliche Todesschütze mit dem 22-jährigen Elliot Rodger verglichen haben, der 2014 nahe der University of California in Santa Barbara sechs Studenten erschoss und mehr als ein Dutzend weitere verletzte. Rodger bezeichnete sich selbst als „Incel“ – die englische Kurzform für „unfreiwilliges Zölibat“.

Videos des Todesschützen noch nicht bestätigt

Ein Sprecher der Polizei von Tallahassee wollte weder bestätigen noch dementieren, dass es sich um Videos des Todesschützen handele. Das Motiv des als 40-jährigen Mann namens Scott Paul B. identifizierten Verdächtigen ist noch unklar. In den Videos genannte biografische Details passen zu den bisher bekannten Fakten über den Verdächtigen.

Am Freitagabend hatte sich der Mann laut der Polizei in einem Yogastudio in einem Einkaufszentrum als Kunde ausgegeben und plötzlich das Feuer eröffnet. Er tötete zwei Frauen und verletzte fünf weitere Menschen, ehe er sich das Leben nahm.

Bei den Todesopfern handelte es sich um zwei Frauen im Alter von 61 und 21 Jahren, wie die Zeitung „The Tallahassee Democrat“ berichtete. Beide hatten Verbindungen zur Florida State University, wie die Universität mitteilte. Gerichtsakten zufolge war der mutmaßliche Täter vor sechs Jahren festgenommen, weil er im Speisesaal der Florida State University Frauen ans Gesäß gegriffen haben soll. 2016 wurde ihm vorgeworfen, eine Frau geschlagen und begrapscht zu haben. Die Vorwürfe wurden fallengelassen. An der Florida State University studierte B. nach seinem Militärdienst, zudem war er als Lehrer in Maryland tätig.

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