Dietmar Wischmeyer
Foto: Georg Wendt/dpa (Archivbild)

Der „heuteshow“-Satiriker Dietmar Wischmeyer hat die Attacke auf das ZDF-Kamerateam am 1. Mai als einen „heimtückischen Überfall von kriminellem Pack“ bezeichnet. Seiner Ansicht nach solle man nicht von einem Angriff auf die Pressefreiheit sprechen, wie es etwa der Deutsche Journalistenverband getan hatte.

Dies sei „zu viel der Ehre“ für die Täter, sagte Wischmeyer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Berlin sei am 1. Mai seit Jahren „das Epizentrum des selbstgefälligen Irrsinns“, sagte der 63-jährige.

„Heute Show“: ZDF-Kamerateam in Berlin angegriffen – es gibt Verletzte

„Debiles Rowdytum“ dürfe nicht mit politischem Handeln verwechselt werden. Wischmeyer gehört seit 2012 zum Team der Satiresendung im ZDF.

Ein siebenköpfiges Team der „heuteshow“ war am Nachmittag des 1. Mai nach Interviews bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln von mindestens 15 zum Teil vermummten Menschen unter anderem mit Metallstangen angegriffen worden.

Angriff auf Kamerateam der ZDF-„heute-show“: keine Haftbefehle

Mehrere ZDF-Mitarbeiter und private Wachleute wurden verletzt. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus. Die Angreifer sind noch nicht gefasst.

Die brutale Tat erregte bundesweit Aufsehen und wurde scharf verurteilt. Es wurden allerdings keine Haftbefehle erlassen.

Quelle: dpa