Bier oder Wein, eine große Gruppe Freunde und für jeden eine Axt: Was nach einer nicht ungefährlichen Kombination klingt, entwickelt sich in Bars in den USA zunehmend zum Geschäftsmodell. Landesweit öffnen Kneipen, die statt zum Dart oder Bowling zum Axtwurf einladen.

Nach einer Sicherheits-Einweisung bekommen Gäste wie beim Bowling eine eigene Bahn sowie Handäxte, die sie auf hölzerne Zielscheiben schleudern müssen. Meist bleibt ein Mitarbeiter durchgehend in der Nähe und gibt Tipps.

Der Trend begann dem Magazin „Forbes“ zufolge 2011 im kanadischen Toronto und verbreitete sich von dort rasch in den USA. „Es ist so sicher wie nur möglich. Es ist so sicher wie Darts oder Bowling“, sagte Geoff Kretchmer von Detroit Axe der Website „Eater“ 2018.
„Jeder kann eine Axt werfen“, schreibt das Unternehmen Bury the Hatchet, das in den USA bereits etwa ein Dutzend Filialen betreibt. 

Die meisten Menschen hätten bei ihrem ersten Besuch noch nie eine Axt geworfen und würden gegen Ende ins Schwarze treffen. Der Freizeitsport eigne sich für Firmenausflüge oder für ein romantisches Date, um „den inneren Holzfäller zu wecken“.

Kick Axe Throwing in New York wirbt mit Gruppen-Veranstaltungen für Geburtstage oder Junggesellenabschiede. Die Bogenschießanlage Gotham Archery in New York bietet auch Kurse zum Axt- und Messerwurf an.

Der Umgang mit Waffen ist unter Amerikanern weiter verbreitet als unter Europäern. Besuche auf dem Schießstand sind teils auch für Familien eine normale Freizeitbeschäftigung. Der Axtwurf-Trend geht aber eher auf das Bedürfnis junger Menschen zurück, beim Ausgehen etwas Ungewöhnliches zu erleben: Tischtennis, Brettspiele und Retro-Spielautomaten sind ein alter Hut.

Stattdessen gibt es Kneipen mit Whirlpool (Chicago) und Karussell (New Orleans), versteckte „Speakeasies“ mit Geheim-Kennwort und Bars zu beliebten TV-Serien wie „Game of Thrones“ (Washington) und „Golden Girls“ (New York).

Aber Vorsicht: Manchmal geht trotzdem etwas schief, wie dieses kurze Video beweist. Die blonde Frau hat aber dennoch Spaß. Seht selbst!

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(dpa)