Es sollte eine schöne Überraschung werden, doch es kam nicht so, wie es kommen sollte. Eine Frau, die sich die Brüste vergrößern ließ, um sich selbst und ihrem Partner damit eine Freude zu machen, berichtet nun von den Folgen ihrer Entscheidung.

Wie Lizzie, so der Name der jungen Frau, dem australischen Lifestyle-Portal „Whimn“ erzählte, habe sie schon in ihrer Jugend darunter gelitten, „flach wie ein Brett“ zu sein. Sie habe versucht, sich damit anzufreunden, doch innerlich habe sie sich immer wieder wie eine Frau im Körper eines Jungen gefühlt.

Im vergangenen Jahr habe sie dann jemanden kennengelernt, der sie so angenommen habe, wie sie eben sei. „Michael war schlau, lustig, hatte sein eigenes Café und interessierte sich für Kunst, Kaffee und Musik“, so Lizzie. Sie stellte sich vor, mit ihm zu leben, ihn zu heiraten und gemeinsame Kinder zu haben. „Ich war absolut begeistert.“

Nach sechs Monaten Beziehung sei dann ihre Oma gestorben und sie habe etwas Geld geerbt. Sie solle es für etwas „Spaßiges und Unverantwortliches“ ausgeben habe ihre Großmutter noch vor ihrem Tod gesagt. Und so entschloss sich Lizzie dazu, ihre Brüste vergrößern zu lassen.

„Ich habe nicht übertrieben, aber die Tatsache, nun ein B-Körbchen tragen zu können, war absolut aufregend für mich“, so Lizzie. Ihrem Freund Michael erzählte sie davon allerdings nichts. Sie hielt ihn hin, erzählte von einer Grippe und ließ die Wunden der OP einige Wochen verheilen, bevor sie sich wiedersahen.

Das erste Treffen nach ihrer Brust-OP verlief dann allerdings nicht so, wie sie es sich erhofft hatte. Michael sei geschockt und verwirrt gewesen. Sie sehe schön aus, aber das habe sie auch vorher schon getan, soll er gesagt haben. Und so verging eine Weile und ihr Freund habe sichtlich an ihrer Entscheidung zu knabbern gehabt.

Schließlich habe er ihr gesagt, dass er immer dachte, dass sie „diese starke, selbstbewusste, Kick-Ass-Frau wäre, die sich in ihrer eigenen Haut wohlfühlt und sich nicht dafür entschuldigt, wer sie ist.“ Nun aber sehe er sie mit anderen Augen: „Die Tatsache, dass du deinen Körper chirurgisch verändern musst, um dich für die Welt annehmbar zu fühlen, sagt mir, dass du nicht die Frau bist, für die ich dich gehalten habe. Ich glaube einfach nicht, dass ich darüber hinwegkomme“, erklärte er ihr.

Lizzie habe daraufhin gar nicht erst versucht, ihn von etwas anderem zu überzeugen oder sich gar ihre Implantate wieder entfernen zu lassen. „Ich habe meine Entscheidung getroffen und stehe dazu“, sagt Lizzie. „Die sind verheilt und ich bin von meinem neuen Aussehen noch immer geflasht.“ Und sobald sie über die Trennung hinwegkommen ist, werde sie auch wieder ihr Herz verschenken. In der Hoffnung, einen Freund zu finden, der sie auch mit gemachten Brüsten akzeptiert.

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