Costa Fortuna Thailand Coronavirus
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Aus Angst vor dem Coronavirus haben Malaysia und Thailand einem Kreuzfahrtschiff mit dutzenden Italienern an Bord das Anlegen in ihren Häfen untersagt. Der malaysische Politiker Phee Boon Poh sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, der Bundesstaat Penang habe der „Costa Fortuna“ verboten, an seiner Küste anzudocken.

Zuvor war das Schiff am thailändischen Hafen von Phuket abgewiesen worden. Nach Angaben der Reederei Costa Cruises gibt es keinen Coronavirus-Verdachtsfall an Bord des Schiffs.

Laut Phee stand das Anlegeverbot für die „Costa Fortuna“ in Penang im Zusammenhang mit einer Entscheidung der malaysischen Regierung, Kreuzfahrtschiffe nur noch eingeschränkt Genehmigungen zum Einlaufen in malaysische Häfen zu erteilen. Die „Costa Fortuna“ sei nun auf dem Weg nach Singapur, sagte Phee weiter.

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Nach Angaben der Reederei war das Schiff am Freitag in Phuket abgewiesen worden, weil die thailändischen Behörden Coronavirus-Fälle auf dem Schiff befürchteten. Thailand habe Reisebeschränkungen für Italiener erlassen, die in den vergangenen 14 Tagen in Italien gewesen seien, teilte Costa Cruises im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Nach Angaben der malaysischen Behörden befinden sich 64 Italiener an Bord der „Costa Fortuna“.

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Italien ist das am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land Europas. Dort wurden rund 5900 Infektionen nachgewiesen, mehr als 230 Menschen starben.

Der Fall der „Costa Fortuna“ erinnert an die zweiwöchige Irrfahrt des Kreuzfahrtschiffes „Westerdam“, das wegen Ängsten vor dem Coronavirus in fünf asiatischen Ländern abgewiesen worden war, bevor es Mitte Februar schließlich in Kambodscha anlanden konnte.

Quelle: AFP