Corona-Wahnsinn in den USA: Wie mit einem Wurmmittel groß Kasse gemacht wird

Eine Studie in den USA hat festgestellt, dass die Krankenkassen in den Vereinigten Staaten Kosten für Arzneimittel übernehmen, die nachweislich nicht gegen Corona helfen.
Coronavirus Abstrich
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Coronavirus Abstrich
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Immer wieder taucht der Name Ivermectin auf. Das vermeintliche Wundermittel gegen Corona. Dabei ist Ivermectin nichts weiter, als ein Anti-Wurmmittel für Tiere. Hauptsächlich wird es bei Pferden, Schafen, Schweinen oder Rindern eingesetzt. Es gibt auch Anwendungen beim Menschen, zum Beispiel bei Krätze, oder wenn es um Krankheiten mit Parasiten geht. Doch seit etlichen Monaten warnen sämtliche Gesundheitsbehörden davor, Ivermectin gegen Corona einzunehmen.

Innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika scheint das aber auf taube Ohren zu stoßen. Denn dort wird gerade unter jenen, die Corona nicht für real halten oder die Krankheit und ihre Auswirkungen leugnen, das Anti-Wurmmittel weiterhin als der große Clou gegen Corona gesehen. Dabei warnt die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA gebetsmühlenartig vor der Einnahme und erklärt, dass das Mittel etliche Nebenwirkungen wie Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwellungen am ganzen Körper, Krampfanfälle, Leberentzündungen (Hepatitis) und weitere zur Folge hat.

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Während man außerhalb der Vereinigten Staaten nur den Kopf schüttelt über so viel Uneinsichtigkeit, läuft das Geschäft mit dem Mittel aber. Denn wie eine Studie nun herausgefunden hat, übernehmen Krankenversicherungen einen Großteil der Kosten für das Arzneimittel. Und das, obwohl sie es gar nicht dürften, wie die Studie Auskunft gibt. So heißt es beim Nachrichtenportal „ntv.de„: „Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Versicherer Ivermectin-Medikamente stark subventionieren, obwohl sie ökonomischen Erkenntnissen zufolge keine Kosten für wirkungslosen Therapien übernehmen sollten.“

Krankenkassen übernehmen 130 Millionen Euro im Jahr

Die Kosten dafür sind alles andere als gering, denn es bleibt offenbar nicht bei einzelnen Rückerstattungen. So kommt die Studie, die in der Fachzeitschrift „Journal of the American Medical Association“ (JAMA) veröffentlicht wurde, zu dem Ergebnis, dass im Jahr ca. 130 Millionen Euro von den Krankenkassen in den USA subventioniert werden.

So bleibt der FDA auch weiterhin nichts anderes übrig, als Aufklärungskampagnen zu fahren und über Twitter Sätze wie diese rauszuhauen: „Du bist kein Pferd. Du bist keine Kuh. Ernsthaft, an alle: Hört auf!“

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