Ungeimpfter kämpft auf Intensivstation um sein Leben – selbst der Arzt muss weinen

Mit seiner Geschichte hat er in der Twitter-Community Aufsehen erregt: Ein User berichtet über den tragischen Verlauf seiner Corona-Infektion. Alle Details zur Geschichte erfahrt ihr hier!
Intensivstation
Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Intensivstation und eine verschwindend geringe Lungenfunktion, angewiesen auf Sauerstoffzufuhr – unter diesen Bedingungen kämpfen viele schwer erkrankte Corona-Infizierte weltweit um ihr Leben. Hautnah berichtet jetzt ein Twitter-Nutzer über seine eigene Krankengeschichte, die sogar seinen Arzt zu Tränen rührte.

Lauris M., der laut eigener Aussage ungeimpft gegen das Coronavirus war, verbrachte drei Wochen im Krankenhaus und 19 Tage davon auf der Intensivstation. Mittlerweile wurde er zwar entlassen, ist jedoch weiterhin auf eine Sauerstoffstation, seinen „neuen ständigen Begleiter“, angewiesen.

Positiver PCR-Test, Krankenhauseinweisung und eine sinkende Lungenfunktion

Lauris M. erklärt weiter, dass er Ende November sein positives Testergebnis erhalten habe. Nach den typischen Delta-Symptomen habe sein Arzt ihm dazu geraten, das Krankenhaus aufzusuchen. Auf einmal verschlechterte sich der Zustand des Twitter-Users drastisch, bis er zuletzt eine Lungenfunktion von 10 Prozent aufwies. Aus seinem Post wird zwar nicht eindeutig klar, welchen Wert Lauris M. damit meint, jedoch ist davon auszugehen, dass er das maximale Lungenvolumen (das Volumen, das nach einer tiefen Ausatmung bei maximaler Einatmung gemessen wird) gemeint. Als Vergleich: Laut Lungeninformationsdienst sollte dieser Wert bei gesunden Menschen über 75 Prozent liegen, bei älteren höher als 70 Prozent sein.

Bei seiner Verlegung umarmt sein Arzt ihn mit Tränen in den Augen

Als Lauris M. über den Berg ist und nach 19 Tagen von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt werden kann, wird selbst der Oberarzt emotional. Er verabschiedet sich von dem Twitter-User mit einer Umarmung und Tränen in den Augen. Der Hintergrund sei laut M., dass er während seines Aufenthaltes der einzige Patient gewesen sei, der verlegt werden konnte.

Er wollte auf die Zulassung eines Totimpfstoffes warten

Nach seinem harten Weg zur Genesung, der immer noch lange nicht abgeschlossen ist, ist sich Lauris M. sicher: Er hatte verdammt viel Glück! Er habe viele Patienten sterben sehen – darunter ungeimpfte Jüngere und ältere Geimpfte.

Nachdem für den Twitter-Nutzer im neuen Jahr eine Reha ansteht, die ihm hoffentlich dabei helfen wird, seine Lungenfunktion wieder aufzubauen, steht für ihn fest: Dass er auf einen Totimpfstoff gewartet hat, sei ein lebensbedrohlicher Fehler gewesen.

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