Immer wieder Vergiftungen durch Corona-Schnelltests – Experten schlagen Alarm

Corona-Schnelltests sollen helfen! Offenbar gibt es aber auch immer wieder Probleme mit Substanzen in den Tests.
Schnelltest Schule
Corona-Schnelltests liegen mit den Namen von Schülerinnen und Schülern einer Schule in Baden-Württemberg zur Auswertung auf einem Tisch. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Schnelltest Schule
Corona-Schnelltests liegen mit den Namen von Schülerinnen und Schülern einer Schule in Baden-Württemberg zur Auswertung auf einem Tisch. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Bereits im vergangenen Jahr gab es Schlagzeilen um giftige Chemikalien, die in manchen Corona-Schnelltests gefunden wurden. Daraufhin reagierte unter anderem das Schulministerium in Hamburg und verzichtete auf bestimmte Tests. Nun ist die Zahl der Vergiftungen aufgrund der Chemikalie offenbar gestiegen. Wie es scheint, hat sich der Verdacht also bestätigt.

Im April 2021 berichtete unter anderem die „Deutsche Apotheker-Zeitung“ über giftige Substanzen, die zur Gefahr bei Corona-Schnelltests werden könnten. In diesem Kontext fiel auch die Bezeichnung der Substanz Natriumazid, die in einigen Testkits enthalten ist. Natriumazid ist ein Konservierungsmittel, durch das verhindert werden soll, dass sich Keime vor der Nutzung im Schnelltest festsetzen.

Bei einer (ungewollt hohen) Dosierung von Natriumazid können schwere gesundheitliche Schäden die Folge sein. Bereits bei Kontakt mit geringen Mengen sind in der Regel ein niedrigerer Blutdruck, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl die Folge.

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Giftzentren warnen von Anstieg der Fallzahlen seit Corona-Schnelltests

Nun gibt es Erkenntnisse aus den USA, dass damit tatsächlich eine Gefahr einherzugehen scheint. Besonders vor der Gefahr für Kinder wird in einem Bericht von „USA Today“ gewarnt. Das sei der Fall, weil die Körper der Kinder schon bei kleineren Mengen anfällig für schwere Verläufe sind. Aus diesem Grund sollten die Tests nicht unbeaufsichtigt für Kinder zugänglich sein.

In den vergangenen Monaten hat das Zentrum für Drogen und Vergiftungen des Kinderkrankenhauses in Cincinnati aber eine deutlich erhöhte Fallzahl an durch Natriumazid ausgelösten Vergiftungen festgestellt. Die Experten ziehen dadurch einen direkten Bezug zu den Schnell- bzw Selbsttests, die vor etwas mehr als einem Jahr Einzug in unser alltägliches Leben fanden. Auch Giftzentren in New York und Texas bestätigen die Einschätzung der Kollegen aus Cincinnati.

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