Corona, Schlaganfälle, Herzinfarkt, Geburt: Mutter überlebt und ist auf gutem Weg

In den USA infizierte sich eine ungeimpfte Frau während der Schwangerschaft mit Corona, erlitt drei Schlaganfälle, einen Herzinfarkt, wurde beatmet und hat alles überlebt. Der leitende Arzt ist der Meinung, sie kann wieder vollständig gesunden.
Krankenhaus Intensivstation Krankenzimmer
Foto: Peter Kneffel/dpa
Krankenhaus Intensivstation Krankenzimmer
Foto: Peter Kneffel/dpa

Als Diana Crouch aus Houston im August 2021 positiv auf Corona getestet wurde, hat sie sich sicher nicht vorstellen können, welche Tortur vor ihr liegt. Wegen anhaltender Kopfschmerzen begab sie sich damals in die Notaufnahme, wo sie zwei Tage später erfuhr, dass sie an einer Lungenentzündung leide, hervorgerufen durch Corona.

Die 28-Jährige war wie auch ihr Ehemann Chris zu jenem Zeitpunkt nicht geimpft. Ihr Vater erklärte gegenüber dem Sender „ABC13„, dass sie Bedenken hatte, sich impfen zu lassen, während sie schwanger war. Wäre sie jedoch geimpft gewesen, hätte sie das, was folgte, vermieden, sagen die Ärzte.

Diana, die bereits zweifache Mutter war, wurde während der 18. Schwangerschaftswoche ins Texas Children’s Hospital verlegt. Dort wurde sie an ein Beatmungsgerät angeschlossen, nach über zwei Wochen besserte sich ihr Zustand aber nicht. Daraufhin wurde sie an eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) angeschlossen. Ein lebenserhaltendes System, das dem Körper Blut entnimmt, es mit Sauerstoff anreichert und dem Patienten wieder zuführt. Das Ziel war es, Diana in einen lebensfähigen Zustand zu versetzen, damit sowohl sie, als auch ihr ungeborenes Kind gerettet werden konnten.

Kaum Erinnerungen an die Leiden

In der 25. Woche erlitt sie dann am selben Tag drei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt. Zudem bekam sie Krampfanfälle. In der 31. Woche kollabierte sie schließlich, so dass die Ärzte einen Notkaiserschnitt verordneten, wonach sie einen Jungen zur Welt brachte. Drei Tage später hielt sie dann erstmals ihren Sohn im Arm und wurde kurze Zeit später auch vom Beatmungsgerät genommen.

Aufgrund dessen, dass sie wochenlang unter Beruhigungsmitteln stand, kann sie sich kaum an die Zeit erinnern. „Es ist beängstigend“, sagte sie dem Sender „ABC 13“. „Man weiß nicht, dass man so lange weg ist. Ich war fast fünf Monate lang im Krankenhaus. Es fühlte sich für mich wie ein Jahr an.“

Am 23. Dezember wurde sie schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Ihren Sohn Cameron benannten Diana und Chris nach dem behandelnden Arzt Dr. Cameron Dezfulian. Dieser geht inzwischen davon aus, dass sich Diana vollständig erholen wird, auch wenn sie immer noch je nach Bedarf mit Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich nimmt sie an physikalischen und beruflichen Therapien teil. Darüber hinaus haben sich Diana und Chris inzwischen auch impfen lassen.

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