Corona-Regierungsberater liegen mit Horror-Prognose komplett daneben – jetzt folgt die Reaktion

Sie sollten Regierung und Bürger mit Prognosen über die Corona-Situation informieren – lagen aber komplett daneben. Nun folgt die Reaktion.
Corona PCR-Tests
Aufbereitete PCR-Tests auf das Coronavirus von Patienten im PCR-Labor vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA). Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Corona PCR-Tests
Aufbereitete PCR-Tests auf das Coronavirus von Patienten im PCR-Labor vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA). Foto: Julian Stratenschulte/dpa

In fast jedem Land hat es in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren Corona-Berater gegeben, die die Öffentlichkeit und die Regierung über den Stand der Coronavirus-Situation informiert haben. Nicht immer lagen sie mit ihren Einschätzungen richtig. Einen krassen Fall der Fehleinschätzung hat es in Großbritannien gegeben. Der Verantwortliche bekommt dafür nun sein Fett weg.

Bereits vor einigen Wochen berichteten wir darüber, dass die Corona-Regierungsberater SAGE, kurz für „Scientific Advisory Group for Emergencies“ (Wissenschaftliche Beratungsausschluss für Notfälle), mit allen Mitteln versucht, Lockerungen der Regierung zu verhindern. Das Horror-Szenario: Bei einer neuen Variante könnte jeder dritte Corona-Patient sterben.

Nun musste sich Professor Graham Medley im britischen Parlament stellen. Er zählt zu den führenden Köpfen von SAGE und musste sich insbesondere für eine weitere Horror-Prognose zu Beginn der Omikron-Welle verantworten. Damals sagte SAGE bis zu 6000 Corona-Tote täglich voraus und begründete das mit den extrem hohen Infektionszahlen durch die besonders infektiöse Variante. Durch die würde das Gesundheitssystem zusammenbrechen und hohe Todesraten seien die Konsequenz, mahnten die Berater rund um den Jahreswechsel.

6000 Corona-Tote täglich durch Omikron – Horror-Prognose komplett daneben

Einige Monate später steht Großbritannien davor, auch die letzten Corona-Maßnahmen aufzuheben. Sogar das Fliegen ohne Maske soll bald wieder möglich sein. Zeit für die Regierung, ein Resümee zu ziehen und mit den Verantwortlichen über ihre Prognose zu reden. Denn diese war komplett falsch. Statt 6000 Corona-Toten täglich in der Omikron-Welle Großbritanniens lag der Peak bei 306 Toten an einem Tag. Jeder Corona-Tote ist natürlich grundsätzlich zu bedauern, aber: Die tatsächliche Todeszahl lag bei knapp einem Zwanzigstel der Prognose.

Professor Medley erklärte nun laut „Daily Mail“, dass es fast unmöglich sei, genaue Zahlen vorherzusagen. Es sei eine Aufgabe von Modellierern, in erster Linie zu verhindern, dass eine Prognose die Realität unterschätzt und es dann noch schlimmer komme.

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Die Reaktion auf die große Diskrepanz zwischen Prognose und Realität: Die Politiker gehen mit SAGE hart ins Gericht. Sie werfen ihnen unter anderem fehlende Transparenz vor und sagen, die Berater hätten für „Verunsicherung“ gesorgt. Fest steht jedenfalls, dass die Prognose mit 6000 Corona-Toten in Großbritannien sehr weit von den letztendlichen Zahlen der Omikron-Welle lag – zum Glück.