Friseur
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Weil sie ihren Friseursalon in der Coronakrise nicht schließen wollte, ist die Inhaberin des Geschäfts in Dallas im US-Bundesstaat Texas zu sieben Tagen Haft verurteilt worden.

Das Urteil gegen Shelley Luther sorgte für einen Aufschrei der Empörung. Der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) ein Schreiben, in dem er den zuständigen Richter Eric Moyé aufforderte, Luther umgehend wieder freizulassen.

US-Senator Ted Cruz aus Texas schrieb auf Twitter: „Sieben Tage Gefängnis für Haare schneiden? Das ist verückt.“

Twitter

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Inhalt laden

Bei der Gerichtsverhandlung am Dienstag war Luther US-Medienberichten zufolge ein Deal angeboten worden: Dass sie trotz der Öffnung ihres Friseursalons nicht ins Gefängnis müsse, wenn sie sich entschuldige und zugebe, dass ihr Handeln egoistisch gewesen sei.

Luther antwortete dem Richter nach einer Aufzeichung der Verhandlung: „Ich muss Ihnen widersprechen, Sir, wenn Sie sagen, dass ich egoistisch bin, denn meine Kinder zu ernähren, ist nicht egoistisch.“ Sie fügte hinzu: „Ich werde den Salon nicht schließen.“

Luthers Fall wirft ein Schlaglicht auf die Diskussion in den USA, die weltweit am schwersten von der Corona-Krise betroffen sind. US-Präsident Donald Trump drängt auf eine Wiedereröffnung der Wirtschaft in den Bundesstaaten, während Prognosen von weiterhin steigenden Infektions- und Todeszahlen durch das Virus ausgehen.

Quelle: dpa