Hospitalisierung als Maßstab für Corona-Regeln: So sehen die drei Stufen aus

Die Inzidenz hat ausgedient, neuer Richtwert für Corona-Regeln ist die Hospitalisierungsrate. Bund und Länder haben dazu ein Drei-Stufen-Modell beschlossen.
Merkel Scholz 18. November 2021
Angela Merkel und Olaf Scholz bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November 2021. Foto: Michael Kappeler, Pool via AP

Bund und Länder verabschieden sich von der Inzidenz als Richtwert für Corona-Maßnahmen. Neue Orientierungsgröße soll einem Beschluss zufolge die für das jeweilige Bundesland ausgewiesene Hospitalisierungsrate sein.

Dafür erfasst das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum. Bei Überschreiten bestimmter Belastungsschwellen in den Kliniken sollen dann einheitlich schärfere Corona-Maßnahmen greifen. Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten vereinbarten dafür am Donnerstag drei Stufen mit jeweils weitergehenden Beschränkungen, wie Merkel im Anschluss sagte.

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Konkret sollen die Länder bei Überschreiten eines Schwellenwertes von 3 flächendeckende Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene (2G) etwa zu Veranstaltungen und der Gastronomie einführen – sofern nicht schon geschehen. Bei Überschreiten eines Werts von 6 sollen die Länder darüber hinausgehend in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben (2G plus).

Spätestens bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann von weitergehenden Beschränkungen Gebrauch machen. Dies zielt auf eine vom Bundestag beschlossene Klausel: Nach einem entsprechenden Landtagsbeschluss sollen die Länder auch härtere Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Einschränkungen und Verbote von Veranstaltungen verhängen können.

dpa