Berlin Gleisdreieckpark
Foto: Fabian Sommer/dpa

Bei der Kontrolle der Corona-Regeln im Gleisdreieckpark in Berlin-Kreuzberg sind am Donnerstagabend gegen 20 Uhr Polizisten beleidigt und leicht verletzt worden.

Die Einsatzkräfte hatten mehrere mehrere große Gruppen junger Menschen aufgefordert, den Park zu verlassen und begleiteten anschließend rund 50 bis 70 teilweise aggressive Jugendliche und Heranwachsende in Richtung U-Bahnhof, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

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Dabei seien vier Polizisten von einem Mitglied der Gruppe mit dem Inhalt eines Feuerlöschers besprüht worden und hätten Atembeschwerden und Augenreizungen erlitten. Den Angaben zufolge gelang es dem Tatverdächtigen, sich in der Gruppe unerkannt zu entfernen. Die Einsatzkräfte nahmen in der Folge die Personalien von elf 15- bis 27-Jährigen auf und beschlagnahmten ein Smartphone, mit dem die Tat gefilmt worden sein soll.

Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen drohen nun Anzeigen – unter anderem wegen schweren Landfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, wurden Steine und Flaschen auf die Polizisten geworfen. Insgesamt sollen sich 2500 Menschen im Gleisdreieckpark befunden haben.

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Seit Freitag gelten in Berlin neue Kontaktbeschränkungen. Menschen dürfen sich nachts zwischen 21.00 und 05.00 Uhr nur noch alleine oder zu zweit im Freien aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt, können also zusätzlich dabei sein. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wie Brandenburg setzt Berlin damit nicht auf Ausgangsbeschränkungen oder -sperren.

Quelle: dpa