Einkaufswagen Supermarkt Corona
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Noch bevor das öffentliche Leben wegen des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus größtenteils lahmgelegt wurde, deckten sich vielerorts Menschen mit dem Nötigsten ein – in vielfacher Ausführung. Die sogenannten Hamsterkäufer sind in den vergangenen Tagen und Wochen immer mehr geworden. Doch was horten die Deutschen während der Corona-Krise eigentlich genau?

„Klopapier!“, wäre bei einer Umfrage wohl die häufigste Antwort auf diese Frage. Die Bilder von leeren Regalen in Supermärkten und Drogerien sowie Schilder mit der Bitte um den Kauf von nur einer Rolle hat wohl jeder in diesen Zeiten schon einmal live oder zumindest in den Nachrichten gesehen. Das artete mitunter auch aus:

Mindestabstand missachtet! Supermarkt nach Polizeieinsatz geschlossen

Fakt ist, und dafür muss man kein Experte sein, sondern einfach die Augen offen halten: Die Deutschen kaufen momentan deutlich mehr ein. Die Einkaufs-App „Bring!“ hat das Einkaufsverhalten nun einmal genauer unter die Lupe genommen. Zwischen dem 16. Februar und dem 22. März analysierte sie die Einkäufe von rund einer Million Nutzer.

Und – Überraschung – es ist nicht das Klopapier, das am begehrtesten ist. Es sind Konserven. Die nämlich verzeichneten in den vergangenen fünf Wochen einen Nachfrageanstieg um satte 2497 Prozent.

Andere Länder, andere Hamsterkäufe – wer hortet was?

Auf Platz zwei folgt dann die Blumenerde. Ja, richtig gelesen: Blumenerde. Denn offenbar ist die freie Zeit daheim Anlass für viele Deutsche, den eigenen Garten mal wieder so richtig auf Vordermann zu bringen. Beim ebenfalls exorbitanten Anstieg um 515 Prozent sollte man allerdings bedenken, dass Blumenerde nach dem Winter ohnehin immer stärker gefragt ist.

Aber was ist eigentlich mit den Produkten, die zuletzt gefühlt nirgendwo mehr zu bekommen waren? Schauen wir uns einmal die Klassiker an:

  • Desinfektionsmittel (292 Prozent)
  • Seife (221 Prozent)
  • Reis (150 Prozent)
  • Mehl (134 Prozent)
  • Nudeln (119 Prozent)

Mit diesen Artikeln hätte man (fast) alles auf Vorrat, was der Mensch während der Corona-Krise zum Leben (und Gesundbleiben) braucht. Weil viele aber fast 24 Stunden am Tag in den eigenen vier Wänden sind, ist auch mehr Zeit als sonst, sich mal etwas Gutes zu tun.

Während viele das in Form von Genussmitteln wie Wein (61 Prozent), Zigaretten (47 Prozent) und Bier (36 Prozent) machen, scheint es auch eine Fraktion zu geben, die die Sache deutlich gesünder anzugehen versucht. So wuchs der Einkauf von Obst insgesamt um 62 Prozent.

Zum Vergleich: Das viel besprochene Toilettenpapier weist gerade einmal einen Einkaufsanstieg um 33 Prozent auf. Angesichts der leeren Regal appellieren wir dennoch an eure Vernunft: Denkt an eure Mitmenschen und hortet es nicht in Massen. Und seid vor allem nicht wie diese dreisten Klopapier-Diebe!