Party Corona Maskenpflicht
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Seit Mitte März haben die Diskotheken in Deutschland geschlossen. Jetzt fordert der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT im Branchenverband Dehoga) eine klare Öffnungsperspektive für Clubs in der Corona-Krise – und kann sich dafür auch eine Maskenpflicht vorstellen.

Auch Wegekonzept, Lüftung, gegebenenfalls bezahlbare Schnelltests – darüber wolle man mit der Politik diskutieren. „Eine Maskenpflicht auf der Tanzfläche ist zwar nicht ideal, aber wir sollten es auch nicht ausschließen“, sagte BDT-Geschäftsführer Stephan Büttner im Vorfeld des Branchentreffens Club Convention der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Dienstag).

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Die Jugend werde sich über die Wintermonate nicht einsperren lassen, meinte Büttner. „Dann verlagern sich die Feiern in private Räumlichkeiten. Für das Infektionsgeschehen rund um das Coronavirus ist das gefährlicher als die Feier im Club. Wir wollen einen Dialog, um auszuloten, unter welchen Bedingungen eine Wiedereröffnung möglich wäre.“

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Zudem seien weitere Hilfen für die Branche notwendig. Dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angekündigt hat, die Überbrückungshilfen für die Veranstaltungsbranche verlängern zu wollen, sieht Büttner positiv. Die Fixkosten müssten aber zu 100 Prozent übernommen werden. Auch sei ein Unternehmerlohn für Clubbetreiber notwendig. Selbst wenn Betriebe wieder öffnen dürften, sieht der BDT die Gefahr von Insolvenzen nicht gebannt: „Es braucht ein Konjunkturprogramm, um der Branche einen Anschub zu geben.“

Quelle: dpa