Corona-Impfung: Mann lässt seinen Sohn für Facebook-Post sterben – nichts daran ist aber wahr

Große Wut, Trauer und viele Betroffene auf Social Media – die Geschichte eines Impf-Opfers (7) ist aber offenbar komplett erfunden. Behörden wehren sich.

Ein „massiver Herzinfarkt“, ein Siebenjähriger, der plötzlich keine Luft mehr bekommt und schließlich zusammenbricht. Viel dramatischer können gesundheitliche Probleme in einem Facebook-Post nicht beschrieben werden. Darum hatten viele Personen auf Social Media Mitgefühl mit einem Mann, der vorgab, um seinen verstorbenen Sohn (7) zu trauern. Nun stellt sich aber heraus, dass offenbar nichts davon gestimmt hat.

Im Detail geht es um den Mann, der als „Steve Leary“ auf Facebook aktiv ist und aus Sydney kommen soll. In einem langen Post, den er im Januar veröffentlichte, spricht er davon, dass sein Sohn „Lachlan“ seine erste Impfung erhalten hatte. Er berichtete laut dem australischen Portal „7News“ davon, dass der Siebenjährige schon unmittelbar danach mit Fieber und Atemproblemen zu kämpfen hatte.

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„Massiver Herzinfarkt“ – den es offenbar nicht gegeben hat

Allerdings habe sich sein Zustand in den darauffolgenden Tagen noch einmal verschlechtert. Laut dem Post soll es Schreie gegeben haben, der Sohn habe keine Luft mehr bekommen, sei zusammengebrochen und habe dann den „massiven Herzinfarkt“ bekommen. An diesem sei der Junge letztlich verstorben.

Gerade für Eltern klingt das wie ein Horror-Szenario. Allerdings stellte sich nun heraus, dass nichts davon stimmt. Zunächst wurden einige Personen stutzig, als das Profil gelöscht wurde. Allerdings machte der Post dann auch als Screenshot in verschiedenen Gruppen die Runde.

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Inzwischen haben sich die Behörden und auch das Krankenhaus, in dem der Junge verstorben sein soll, gemeldet. Die Ämter meldeten, dass es keinen verstorbenen „Lachlan Leary“ gegeben habe – nicht in den vergangenen Wochen, aber auch in den vergangenen Jahren überhaupt nicht. Auf Social Media veröffentlichte das Krankenhaus eine Stellungnahme, dass es keinen Todesfall in Bezug zu Corona-Impfungen in der Klinik gegeben habe.

„Steve Leary“ – Mann aus den USA für Impf-Kritik missbraucht?

Außerdem gibt es immer mehr Zweifel daran, ob „Steve Leary“ überhaupt existiert – zumindest in Australien. Im Kontext des Fake-Todesfalles wurde zwar ein Bild eines „Steve Leary“ verbreitet. Dabei handelt es sich aber offenbar um einen gänzlich unbeteiligten Steve Leary aus den USA.

Aufgrund des Satzes „Die Regierung hat meine Familie ruiniert, sie wurden uns meinen einzigen Sohn genommen“ gehen die Behörden davon aus, dass das Ganze von einem Impfgegner fingiert wurde. Seit wenigen Wochen können in Australien auch Kinder in der Altersgruppe von fünf gegen elf Jahren gegen Corona geimpft werden.

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