„Corona-Impfstoff“-Entwickler bekommt Haftstrafe – er verteilte schon im März 2020 Covid-Impfungen

Schon am 2. März 2020 verkaufte dieser Mann Corona-Impfungen online. Zwei Jahre später wurde er nun genau dafür verurteilt. Denn es handelte sich um eine Betrugsmasche.

Am 26. Dezember 2020 gab es die erste Corona-Impfung in Deutschland. Aber ein Impfstoff gegen das Coronavirus, der schon im März 2020 gehandelt wurde? Ja, den gab es auch. Allerdings ist der Mann, der dahintersteckte, nun von einem Gericht verurteilt worden. Denn er wollte offenbar nur abkassieren und brachte Menschen in Gefahr.

Dass das Coronavirus die Welt erstmals komplett in Atem hielt, ist nun ziemlich genau zwei Jahre her. Die Hoffnung – gerade in den ersten beiden Lockdowns – war der lang ersehnte Corona-Impfstoff. In vielen Ländern gab es ihn allerdings erst rund um die Weihnachtstage 2020. Als hauptsächliche Impfstoff-Hersteller haben sich seitdem Biontech/Pfizer und Moderna hervorgetan.

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Erstes Corona-Impfangebot der Welt nur ein Betrug

Ein Name, der dabei bisher keine Rolle spielte, ist Johnny T. Stine. Er schrieb sein ganz eigenes Kapitel zum Thema Corona-Impfstoff: Der 57-Jährige war der wohl erste Mensch auf der Welt, der einen solchen öffentlich anbot. Bereits am 2. März 2020 bot er in Inseraten die Spritze gegen das Virus an.

Er gab sich selbst als „Biotechnologie-Experte“ aus und verlangte bis zu 900 Euro für eine Dosis seiner „Impfung“. Die Anführungszeichen sind dabei wichtig, denn bei Stine handelt es sich nicht etwa um  ein wissenschaftliches Genie, sondern um einen Betrüger.

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Gericht verurteilt Impf-Betrüger

Deswegen musste er sich nun kürzlich in Washington vor Gericht verantworten und wurde schuldig gesprochen – weil er Drogen auf den Markt gebracht hatte, die unerprobt und zudem falsch deklariert waren. Die Quittung: eine Haftstrafe von fünf Jahren, die allerdings auf Bewährung ausgesetzt ist. Außerdem muss Stine umgerechnet mehr als 220.000 Euro Schadensersatz zahlen.

Laut Staatsanwalt Nick Brown habe Stine die Substanzen in seiner Garage entworfen und dann über das Internet verkauft. Besonders hart: Bereits von 2018 bis 2020 hatte Stine dieselbe Masche mit einem angeblichen Krebs-Heilmittel durchgezogen.

Seine Fake-Corona-Impfung wurde tatsächlich auch Menschen injiziert. Im Rahmen des Prozesses wurde aber nichts darüber bekannt, ob Menschen zu Schaden kamen.

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