Einkaufswagen Supermarkt Corona
Foto: Shutterstock/CGN089

Die Corona-Krise hat in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass das öffentliche Leben in Deutschland ziemlich eingeschränkt ist. Als eines von wenigen Geschäften haben Supermärkte noch geöffnet, doch auch da gibt es längst verschärfte Regeln.

Wie eine Frau nun bei „Radio Hamburg“ berichtet hat, wurde sie beim Betreten eines Edeka-Marktes in der Hansestadt darauf aufmerksam gemacht, dass sie ohne ihr Kind ihren Einkauf verrichten müsse.

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So hat sie die Situation beschrieben: „Ich wollte heute mit meinem Sohn bei Edeka Niemerszein in der Langen Reihe einkaufen gehen. Wurde dann aber von der Security darauf hingewiesen, das Kindern im Supermarkt nicht erlaubt sind. Ich müsste ihn draußen lassen, beim Sicherheitspersonal?? Wo gibt es denn sowas?“

Und weiter: „Ich bin allein erziehend und kann ihn nicht abgeben, weil ich niemanden habe, der auf ihn aufpassen kann. Kinder sind doch keine Hunde!!! Mein Sohn bleibt nicht einfach so bei fremden Leuten und ich  verstehe auch nichts was das soll. Abstand halten, nur mit Karte Zahlen, verstehe ich alles, aber lasst und nicht unmenschlich werden.“

Aufgebracht reagierte die Frau also auf die neue Maßnahme seitens des Supermarktes aufgrund der Corona-Krise – inzwischen gab es auch eine Reaktion vom Betreiber, der damit argumentiert, nur im Sinne der hygenischen Vorkehrungen zu agieren.

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„Bei EDEKA Niemerszein in der Langen Reihe werden derzeit alle Kunden bei Betreten des Marktes darauf hingewiesen, einzeln einzukaufen. Diese Maßnahme wurde notwendig, nachdem sich die Kunden in diesem Markt in den vergangenen Tagen nach mehrfacher Aufforderung nicht an die vorgegebenen Abstandsregeln von mindestens 1,5 Meter gehalten haben.

Wir bedauern die Einführung dieser Maßnahme, sehen aber in diesem Objekt keinen anderen Weg, um die von der Regierung beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte umsetzen zu können. Hierbei handelt es sich um keine allgemeingültige Maßnahme. Vielmehr entscheiden die selbstständigen Kaufleute situationsabhängig und standortbezogen vor Ort“, erklärte Edeka in einer Stellungnahme.

Auch die Real/Metro-Gruppe wies für ihre Märkte darauf hin, „dass im Sinne der derzeit gebotenen ’sozialen Distanzierung‘ möglichst wenig Personen unterwegs“ sein sollen und man zum „Schutz der Kunden und ihrer Kinder“ reagiert habe.

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Die Maßnahme wurde (noch) nicht flächendeckend umgesetzt – es gibt verschiedene Wege, wie die Supermärkte mit der aktuellen Situation umgehen. Vielerorts wurden Scheiben aufgebaut, um die Kassierer zumindest etwas mehr zu schützen.

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Alternativ werden Kunden auch dazu angehalten, mit Einkaufswagen einzukaufen, damit der nötige Abstand in den Verkaufsflächen gewährleistet ist. Auch auf Social Media teilen viele User ihre Erfahrungen über die Maßnahmen.

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Während einige ohnehin darauf verzichten, in der aktuellen Situation mit ihren Kindern einkaufen zu gehen, haben andere kein Verständnis für die neue „Kinderlos-Politik“ einiger Märkte. Ein Ende der Coronakrise ist noch nicht in Sicht, und so werden wohl auch die Diskussionen weitergehen.