Christoph Metzelder
Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder verlässt die von ihm mitgegründete PR-Agentur. Diese Entscheidung habe man gemeinsam getroffen, sagte sein Geschäftspartner Raphael Brinkert am Donnerstag auf dpa-Anfrage.

Eine gemeinsame Fortführung der Agentur „BrinkertMetzelder“ sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, führte Brinkert fort.

Die Vorwürfe und Ermittlungen hätten ihn genauso überrascht wie die Öffentlichkeit. Der „Spiegel“ hatte zuerst berichtet. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie gegen Metzelder wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt.

Erst am Montag hatte sich Metzelder zusammen mit seinem Geschäftspartner in einer Foto-Montage mit gewaltigem Bauchumfang präsentiert: „Wie wäre es mal wieder mit Sport?“, witzelte der 38-Jährige. Die Botschaft war, dass die Werbeagentur, deren Mitgründer Metzelder ist, sich nicht mehr nur sozialen Kampagnen verschrieben hat, sondern auch dem Sport-Marketing widmen will.

DFB: Lehrgangs-Teilnahme von Metzelder „ruht einvernehmlich“

Zudem wird Metzelder wegen der Ermittlungen gegen ihn zunächst nicht weiter am derzeit laufenden Trainerlehrgang teilnehmen. Das erklärte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag auf dpa-Anfrage. „Die Teilnahme von Christoph Metzelder am laufenden Fussballlehrer-Lehrgang ruht einvernehmlich bis zur Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe“, heißt es in dem Statement.

Gegen den 38 Jahre alten Metzelder wird wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt. Das hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg am Mittwoch bestätigt. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

Bundestrainer Löw: Kann und möchte mich zu Metzelder nicht äußern

Bundestrainer Joachim Löw will die Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalspieler Christoph Metzelder nicht kommentieren. „Da ich die ganze Sachlage nicht aus erster Hand weiß, deswegen kann ich und möchte ich mich absolut nicht äußern“, sagte Löw am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zum EM-Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl gegen die Niederlande in Hamburg (Freitag 20.45 Uhr/RTL).

Gegen den 38 Jahre alten Metzelder wird wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt. Das hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg am Mittwoch bestätigt. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

Die ARD, für die Metzelder immer wieder als Experte im Einsatz ist, hatte bereits am Mittwoch reagiert: „Bis zur Klärung der Vorwürfe werden wir die Zusammenarbeit mit Christoph Metzelder ruhen lassen“, teilte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky mit. Ein Sprecher der Krankenkasse Viactiv in Bochum sagte, dass Metzelder im kommenden Oktober nicht wie geplant am Jugend-Fußballturnier in Bad Driburg teilnehmen werde. Man bemühe sich um Ersatz.