Foto: Shutterstock/A_Lesik
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Schon im vergangenen Jahr hatte es Beschwerden gegen die Auszeichnungen gegeben. Doch die Schule beharrte darauf, dass die Preise nur lustig sein sollten. Jetzt muss sie nachgeben.

Eine Schule im US-Staat Wisconsin darf nach wiederholten Beschwerden keine Auszeichnungen mehr für Cheerleaderinnen mit den größten Brüsten oder Hintern vergeben. Die nach Darstellung der Tremper High School als Jux gedachte jährliche Verleihung der Preise sei inakzeptabel und werde eingestellt, sagte eine Sprecherin der Schulbehörde in der Stadt Kenosha am Mittwoch.

Cheerleaderinnen sorgen mit akrobatischen Einlagen vor allem bei Football- oder Basketball-Spielen in den USA für Stimmung. An der Tremper High School zeichneten die Trainerinnen jene Mädchen aus, die sich im letzten Schuljahr am meisten verbessert hatten oder besonders hart an sich arbeiteten. Aber es gab auch die Kategorien „Big Booty“ (Großer Hintern), „Big Boobie“ (Große Brust) und „String Bean“ (Bohnenstange) für das dünnste Team-Mitglied.

Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU in Wisconsin teilte mit, dass diese Auszeichnungen mindestens fünf Jahre in Folge bei einem Bankett mit rund 100 Gästen vergeben worden seien. „Die Cheerleading-Trainerinnen und die Eltern aus Kenosha, die einfach nur dort saßen und nichts sagten, widern mich an“, sagte die ehemalige Leichtathletik-Trainerin Patti Hupp der Zeitung „Kenosha News“.

Sie hatte sich in E-Mails an den Rektor der Schule und die Trainerin der Mädchen bereits im vergangenen Jahr über die Auszeichnungen beschwert. Die beiden schrieben aber zurück, es sei kein Fehler gemacht worden, die Auszeichnungen sollten einfach nur lustig sein und es habe auch bisher keine Probleme deswegen gegeben.

Schließlich informierte die ACLU am Dienstag nach einer eigenen ausführlichen Untersuchung die Schulverwaltung im Kreis Kenosha, die daraufhin die Verleihung der Preise untersagte. Die ACLU beklagte aber, dass so viele Beschwerden nötig gewesen seien, bis endlich Konsequenzen gezogen wurden.

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(dpa)