Bei dem Unfall eines deutschen Reisebusses in der Schweiz ist eine 27-jährige Deutsche ums Leben gekommen. Das berichtete die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) am Sonntagabend unter Berufung auf die Tessiner Kantonspolizei. Nachdem zunächst von 13 Verletzten die Rede gewesen war, umfasste die Opferbilanz neben dem Todesopfer nun 14 Verletzte. Der Bus war auf dem Weg von Köln ins italienische Assisi gewesen, als er mit voller Wucht gegen einen Pfeiler prallte.

Zwei der Passagiere hätten bei dem Unfall am Sonntagmorgen schwere Verletzungen erlitten, acht weitere mittlere und die übrigen vier leichte Verletzungen, berichtete die SDA weiter. In Lebensgefahr schwebe niemand mehr. In dem Bus sei eine Gruppe junger Leute unterwegs gewesen, teilte die Kantonspolizei mit.

Das Erzbistum Köln schrieb auf seiner Website, in dem Bus seien eine Schülergruppe aus dem Erzbischöflichen St. Ursula in Brühl sowie eine Gruppe aus dem katholischen Kirchenverband Kreuz-Köln-Nord auf dem Weg nach Assisi gewesen. Seelsorger vor Ort kümmerten sich demnach nach dem Unfall um die Betroffenen.

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki erklärte, er sei „zutiefst bestürzt über dieses furchtbare Busunglück“. Er leide „mit den Verletzten und all den anderen von diesem Unglück Betroffenen“ und fühle sich „einfach nur hilflos“.

Der Unfall hatte sich nach Angaben der Polizei auf der Autobahn A2 bei Sigirino wenige Kilometer nördlich von Lugano ereignet, die Ursache war zunächst unklar. Der Bus krachte mit solcher Wucht gegen einen Pfeiler, dass er bis hinter die Fahrerkabine aufgerissen wurde.

Ein zufällig hinter dem Bus fahrender Krankenpfleger sagte der Schweizer Zeitung „Blick“, er sei sofort zur Unfallstelle gelaufen und habe den unter Schock stehenden Insassen mit dem Nothammer einen Fluchtweg gebahnt. Der Fahrer, ein Beifahrer und eine junge Frau seien zwischen Metallteilen eingeklemmt gewesen.

Nach Angaben der Polizei dauerte es mehrere Stunden, bis alle Verletzten geborgen werden konnten. Die Autobahn blieb in Richtung Süden stundenlang gesperrt.

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