Mit illegalen Fahrten in gestohlenen Feuerwehrautos hält ein junger Braunschweiger die Justiz auf Trab. Zum Prozess wegen einer Tour in einem knallroten Mannschaftswagen in Richtung Braunschweiger Rotlichtviertel ist der 20-Jährige am Montag einfach nicht im Gericht erschienen. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl erlassen.

Schon mehrfach stand der Mann wegen ähnlicher Vergehen vor Gericht. Im Juli 2017 wurde er zu einem Jahr Haft auf Bewährung und vierwöchigem Jugendarrest verurteilt. Kurz darauf wurde er erneut aufgegriffen, weil er mit einem Einsatzfahrzeug nach Hamburg gefahren war und es danach in einem Waldstück abgestellt hatte.

„Wenn irgendwo ein Feuerwehrauto fehlt, können wir mittlerweile gezielt nach diesem jungen Mann suchen“, sagte ein Polizeisprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Als Motiv gebe der Mann seine Sucht nach dem Autofahren an.

Im aktuellen Fall soll der Angeklagte im März dieses Jahres einen Mannschaftstransportwagen aus einer Feuerwehrwache in Goslar gestohlen haben und in Richtung Braunschweiger Amüsierviertel gefahren sein. Dort geriet der zur Tatzeit 19-Jährige in eine Polizeikontrolle. Nach dem Beschuldigten, der gar keinen Führerschein besitzt, wird nun bundesweit gefahndet.

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