Eigentlich soll der Instagram-Auftritt ihr Image verbessern und die Bundeswehr als Arbeitgeber in ein gutes Licht rücken. Doch mit einem Foto einer Uniform aus NS-Zeiten wurde nun das genaue Gegenteil erreicht.

Der Schnappschuss in der Instagram-Story zeigt eine Uniform von Adolf Hitlers Wehrmacht. Darauf angebracht sind zwei Eiserne Kreuze, ein Reichsadler sowie das Verwundeten-Abzeichen der Wehrmacht. Auf jeder Auszeichnung abgebildet: das Hakenkreuz.

„Auch Mode ist ein Aspekt“, steht dazu geschrieben. „Bis heute halten sich militärische Stilelemente in der Haute Couture.“ Bunt hinterlegt ziert zusätzlich der Schriftzug „retro“ das Bild. Autsch!

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Inzwischen ist die Story zwar gelöscht worden, dennoch wurden natürlich Diskussionen losgetreten – schließlich hat der Bundeswehr-Account mehr als 310.000 Abonnenten. „Die Bundeswehr muss unverzüglich klären, wie so etwas auf ihren Instagram-Account kommen konnte“, forderte etwa Tobias Lindner, Bundestagsabgeordneter der Grünen, auf „Bild“-Nachfrage.

„Der Text zum Bild ist tatsächlich missverständlich“, räumte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums ein. Der verantwortliche Mitarbeiter werde nun noch einmal sensibilisiert. Ein Bundeswehr-Sprecher unterstrich außerdem, dass „die Wehrmacht für die Bundeswehr in keinem Fall sinn- und traditionsstiftend“ sei. Via Twitter hat sich die Bundeswehr zudem bereits entschuldigt und das Bild als „unsensibel, gedankenlos und inakzeptabel“ beschrieben.

Verantwortlich für den Instagram-Auftritt ist übrigens Christian Thiels. Der frühere ARD-Journalist und heutige Sprecher der Verteidigungsministerin wird sich nun vor Annegret Kramp-Karrenbauer verantworten müssen. Präsenz hat die Bundeswehr durch den Vorfall in den Sozialen Medien nun jedenfalls erreicht – allerdings mit Sicherheit nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte.