Blitzer
Foto: Daniel Karmann/dpa

Lange hat es nicht gedauert, bis das Verkehrsministerium die Rolle rückwärts ankündigt. Der verschärfte Bußgeldkatalog für Verstöße im Straßenverkehr ist erst vor wenigen Wochen in Kraft getreten, da sollen die kritischen Änderungen teilweise schon wieder zurückgenommen werden. Einige Autofahrer wird es freuen, allerdings sorgt der Plan auch für einige Verwirrung.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur arbeitet das Verkehrsministerium an einem speziellen Teil des neuen Katalogs: Es geht vor allem um die nun gültige Regel, dass nun schon bei einer einmaligen Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts ein Monat Führerscheinentzug droht.

Neuer Bußgeldkatalog: Achtung! Bald ist der Führerschein noch schneller weg

Dies sorge für große Aufregung und Empörung bei den Autofahrern, heißt es im Ministerium. Mit einer Änderung solle die Akzeptanz bei den Bürgern sowie das „Gerechtigkeitsempfinden“ wieder hergestellt werden.

Beim ersten Mal grinste sie noch: Raserin drei Mal geblitzt

Was konkret geplant ist, ist offen. Das Ministerium sei aber bereits auf die Bundesländer zugegangen, um deren für die Umsetzung notwendige Zustimmung zu erhalten.

Die Änderungen der Straßenverkehrsordnung waren Ende April in Kraft getreten. Der Bundesrat hatte Scheuers Vorlage in vielen Punkten verschärft, unter anderem die Regel zum Fahrverbot für Raser. Schwerpunkt der neuen Straßenregeln ist der bessere Schutz von Radfahrern.

Mit 200 statt 60 km/h: Mann wird geblitzt – was er dann macht, ist unglaublich

Übrigens: Wer geblitzt oder erwischt wird, kann auf der Seite des Automobil-Club Verkehr herausfinden, welche Strafe ihm blüht momentan (noch) nach dem neuen Bußgeldkatalog. Der Bußgeldrechner gibt nach nur drei Klicks Auskunft darüber, welche Konsequenzen auf einen Verkehrssünder zukommen.

Quelle: dpa