Brückeneinsturz in Frankreich
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Beim Einsturz einer Straßenbrücke nördlich von Toulouse (Südfrankreich) sind nach bisherigen Erkenntnissen zwei Menschen ums Leben gekommen.

Der Fahrer eines Lastwagens sei tot gefunden worden, sagte der Bürgermeister von Mirepoix-sur-Tarn, Éric Oget, dem Nachrichtensender BFMTV am Montag. Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Leiche aus dem Fahrzeug zu bergen, so Oget.

Zuvor war bereits der Tod einer 15-Jährigen bestätigt worden. Mehrere Menschen erlitten bei dem Einsturz der Brücke Verletzungen.

Das Unglück ereignete sich am Montagmorgen gegen 8 Uhr. Die gut 150 Meter lange und mehr als 5 Meter breite Hängebrücke verband die Orte Mirepoix-sur-Tarn und Bessières. Sie war in den 1930er Jahren gebaut und 2003 saniert worden.

Die Brücke sei stark befahren gewesen, sagte Bürgermeister Oget. Viele Menschen hätten sie genutzt, um zur Arbeit zu kommen.

Ursache für Brückeneinsturz ist wohl zu schwerer Laster

Laut Medienberichten soll der Lastwagen, der über die Brücke fuhr, das zulässige Gewicht überschritten haben. Die Brücke war für Fahrzeuge, die schwerer als 19 Tonnen sind, gesperrt.

Der Sender France Bleu berichtete, dass der Lkw mit einem Anhänger auf der Brücke unterwegs war und insgesamt mehr als 40 Tonnen gewogen haben könnte.

„Wir sprechen von mehr als 45 Tonnen [Gesamtgewicht]“, sagte der Bürgermeister von Mirepoix-sur-Tarn, Éric Oget, dem lokalen Radiosender France Bleu Occitanie am Dienstag. Die Ermittler hätten das Gewicht aufgrund der Größe des Fahrzeugs geschätzt.

Für Entsetzen sorgte 2018 der Brückeneinsturz im italienischen Genua mit 43 Toten. Das Polcevera-Viadukt, bekannt auch als Morandi-Brücke, war am 14. August 2018 während eines Unwetters zusammengebrochen.

Noch immer ist nicht geklärt, wie es zu dieser Katastrophe kam. Im Zuge dessen wurden auch in Frankreich die Brücken untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Mindestens 25.000 befinden sich in schlechtem baulichen Zustand und bergen für die Nutzer Sicherheitsrisiken.

Quelle: dpa