Foto: dpa/James Yaingeluo
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Bei der Landung eines Passagierflugzeugs in einer Lagune auf einer abgelegenen Pazifikinsel ist nach Angaben der Fluggesellschaft ein Mensch ums Leben gekommen.

Taucher hätten in dem Gewässer im zu Mikronesien gehörenden Kleinstaat Chuuk die Leiche eines Mannes geborgen, teilte der Chef von Air Niugini, Tahawar Durrani, in einer auf der Webseite verbreiteten Stellungnahme mit. Es handle sich um einen vermissten Passagier. Die Airline habe seine Familie kontaktiert und werde die sterblichen Überreste zurückführen. Zur Herkunft des Todesopfers machte das Unternehmen keine Angaben.

Flugzeug hatte Landebahn verpasst

Das Flugzeug mit 47 Menschen an Bord hatte am Freitag in Chuuk die Landebahn verpasst und war rund 150 Meter weiter in einer Lagune gelandet. Zunächst hatte es geheißen, alle 35 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder seien mit Booten gerettet worden. Die meisten seien mit einem Schrecken davongekommen. Erst am Samstag wurde bekannt, dass ein Passagier vermisst werde. Augenzeugen zufolge war er noch beim Besteigen eines Rettungsbootes gesehen worden, wie die Airline mitteilte.

Warum die Boeing 737-800 im Wasser landete, war auch zu Wochenbeginn noch unklar. Es sei eine Sache der Behörden, die genauen Umstände des Vorfalls zu klären, teilte die Fluggesellschaft mit. Die staatliche Airline aus Papua-Neuguinea hatte vergangene Woche angegeben, dass die Sicht für den Piloten wegen starken Regens sehr schlecht war.

Chuuk gehört zu den Föderierten Staaten von Mikronesien, einem Zusammenschluss von mehr als 600 Inseln mitten im Pazifik. Der Flug PX73 kam aus Pohnpei, einem anderen Staat Mikronesiens, und sollte nach einer Zwischenlandung weiter nach Papua-Neuguinea fliegen. Die Maschine ist nach örtlichen Presseberichten 13 Jahre alt und war auf dem Flughafen der Hauptstadt Papua-Neuguineas, Port Moresby, schon in einen Zusammenstoß verwickelt. (dpa)