Foto: Tyler Olson/shutterstock
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John Irvine aus Glasgow hat gerade einen Frankreich-Urlaub mit Frau und Sohn verbracht, als es vom Flughafen in Nizza zurück ins schottische Edinburgh gehen sollte. Das Problem: Weil sein Koffer um acht Kilogramm zu schwer war, sollte er rund 100 Euro Gebühren wegen Übergepäcks zahlen – und darauf hatte er mal so gar keine Lust.

Vor den Augen der Crew der Fluggesellschaft EasyJet entschied Irvine zu handeln. Er öffnete seinen Koffer und streifte sich ein T-Shirt nach dem anderen über. Sohn Josh, der sich vor Lachen kaum halten konnte, hielt das Ganze mit der Handykamera fest und landete mit dem Videoclip, der auf Twitter mittlerweile rund 770.000 mal angeschaut, einen viralen Hit:

„Wir haben im Urlaub schon so viel Geld ausgegeben, also wollte er nicht noch mehr zahlen“, berichtete Sohn Josh dem „Mirror“. Am Ende habe sein Vater 15 Oberteile angezogen – mit Erfolg! Der 46 Jahre alte Dachdecker musste tatsächlich kein Übergepäck zahlen.

Lediglich bei der anschließenden Sicherheitskontrolle hätte es ein paar Probleme gegeben, wie Sohn Josh weiter berichtet. Die Security-Mitarbeiter am Flughafen in Nizza seien ob Irvines Auftritt etwas argwöhnisch gewesen und hätten zunächst vermutet, der 46-Jährige hätte etwas unter seinen T-Shirts versteckt.

„Sie sagten ihm, dass er ein paar T-Shirts ausziehen soll“, so der Sohn. Irgendwann, als sie bemerkten, dass Irvine nichts zu verbergen hat, hätten sie ihm dann gesagt, dass er aufhören kann. Die ausgezogenen Shirts hätte er dann einfach auf dem Arm ins Flugzeug getragen.

Dass es überhaupt zu diesem Vorfall kommen konnte, lag daran, dass Vater John im Urlaub in Shopping-Laune war, wie der Sohn weiter berichtet. Erst dadurch seien die acht Kilo Übergepäck zustande gekommen.

Dass der Videoclip des Sohnemanns viral ging, sei dem Vater etwas peinlich: „Aber er nimmt es mit Humor.“ Er sei ohnehin ein Entertainer, denn auch die EasyJet-Crew, die dem Vater ursprünglich die Gebühr abverlangen wollte, hätte über seine Aktion gelacht.

Amüsierte EasyJet-Mitarbeiter, eine besänftigte Security-Crew, eine vergnügte Twitter-Gemeinde und keine Übergepäck-Gebühr – wir finden: alles richtig gemacht!