Foto: shutterstock/Mincemeat
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Viele Bräute haben vor ihrem großen Tag etwas mit den Nerven zu kämpfen, eine solche Überreaktion ist aber mit keiner Aufregung dieser Welt zu erklären. Opfer ist in diesem Fall eine Brautjungfer, die danach verständlicherweise ordentlich austeilt.

In schwierigen Phasen ist eigentlich das Wichtigste, dass man sich auf die Unterstützung seiner besten Freunde verlassen kann. Dabei sind allerdings nicht Hochzeitsplanungen gemeint, sondern etwas viel Ernsteres.

Es geht um die Krebserkrankung einer Brautjungfer. Als sei die Diagnose nicht schon schlimm genug, muss sich die Frau noch eine unglaubliche Reaktion ihrer vermeintlichen Freundin gefallen lassen und das nicht einmal gerade ins Gesicht.

Hinterrücks, in einem Gruppenchat mit anderen Freundinnen, spricht die Braut die Erkrankung der Jungfer an. Entsprechende Screenshots gingen durch das Netz und liegen auch der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“ vor. Nähere Informationen zu den Beteiligten gibt es nicht, die Screenshots wurden anonym an eine Social-Media-Seite geschickt.

„Also, Mader hatte noch kein Krebs, als ich sie zu meiner Brautjungfer gemacht habe, nun habe ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen, ob sie zur Hochzeit kommen soll“, schreibt sie. „Sie hat letztens erwähnt, dass ihre Haare etwas ausfallen und mir ist aufgefallen, dass die dünner geworden sind.“

Screenshot Braut Ausladung 1
Foto: Screenshot Facebook

„Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ich aufgebrezelt neben euch Schönen stehen werde und dann Mader da ohne Haare steht.“ Zum Schluss fragt sie herum, ob sie ihre Brautjungfer bitten soll, eine Perücke zu tragen oder ihr einfach mitzuteilen, dass sie keine Jungfer mehr ist.

Eine Freundin reagiert angemessen und fragt, ob sie das wirklich ernst meine. Möglicherweise hat sie dann auch die Betroffene, Mader, darüber in Kenntnis gesetzt. Denn die Erkrankte meldete sich dann ihrerseits bei der Braut.

„Ich werde weder als Brautjungfer noch als Gast zu deiner Hochzeit kommen. Ich wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass du dir Sorgen um meinen Haarverlust machst und welchen Einfluss das auf deine Hochzeitsfotos hat“, lautet die Reaktion von Mader.

Dazu fügt sie noch hinzu: „Anscheinend hätte ich das Kleingedruckte bei meiner Chemo-Behandlung lesen müssen, weil da von Übelkeit, Müdigkeit und Nervenerkrankungen die Rede war. Aber irgendwie habe ich übersehen, dass es dafür sorgt, dass meine ‚Freundin‘ eine solch gefühlslose, selbstsüchtige und herzlose Idiotin wird.“

Die Braut versuchte daraufhin, die Nachricht herunterzuspielen und meint, die habe einfach nicht erwartet, dass Mader Krebs bekommen würde… sie selbst sicherlich auch nicht. „Ich habe einfach von dem Tag schon geträumt, seit ich ein kleines Mädchen war, und hatte immer eine genaue Vorstellung, wie er und die Fotos aussehen würden“, schreibt sie.

Screenshot Ausladung 2
Foto: Screenshot Facebook

Darüber hinaus schlägt sie noch einen gemeinsamen Perücken-Shopping-Tag vor, sie wäre „komplett einverstanden“ damit, wenn Mader eine tragen würde. „Es würde mir die Welt bedeuten, wenn du dabei sein würdest“, erklärt die Braut.

Daraufhin platzt der Brautjungfer verständlicherweise der Kragen: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie unerwartet es für dich gewesen sein muss, herauszufinden, dass ich Krebs habe. Wie eigensinnig von mir und meinem Haar, dass ich daran nicht gedacht habe.“

„Und danke dafür, dass du mir erlaubst, eine Perücke zu tragen, das ist so verdammt gutmütig von dir“, meint sie zynisch. Das ist nicht nur eine Absage an die Hochzeit, sondern auch an die Freundschaft an sich. Da helfen auch keine Erklärungsversuche der Braut mehr – ihr großer Tag steht unter einem sehr schlechten Stern.