Silvester Böller Hand
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Ein 63 Jahre alter Mann in Brandenburg hat in der Silvesternacht eine Hand verloren. Der Mann habe mit einem illegalen Böller hantiert, sagte eine Sprecherin der Polizei. Dabei habe sich die Hand entzündet, die dann abgetrennt worden sei. Der Mann kam ins Krankenhaus.

Pyrotechnik durfte auch in Brandenburg nicht verkauft werden, die Landesregierung riet dringend davon ab, Feuerwerk zu zünden. Potsdam und Cottbus hatten für Silvester und Neujahr ein Böllerverbot auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen verhängt.

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Handchirurgen des Unfallkrankenhauses Berlin haben während des Jahreswechsels zehn von Sprengkörpern verletzte Menschen notoperiert. Bei zwei Patienten hätten Teile der Hände nach Unfällen mit Sprengkörpern amputiert werden müssen, sagte eine Sprecherin der Klinik am Freitagmorgen.

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Bei den anderen Fällen handele es sich unter anderem um Brandverletzungen, Fleischwunden oder Knochenbrüche an der Hand. Insgesamt sei die Silvesternacht im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich ruhiger verlaufen, was Sprengkörperverletzungen angehe, sagte die Sprecherin: „Es war keine typische Silvesternacht.“

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Über das ganze Land verteilt gab es nach Polizeiangaben verschiedene Ansammlungen von Leuten, die beim Böllern gegen die Corona-Abstandsregel verstießen. Die Beamten hätten Platzverweise erteilt. Vor Mitternacht habe es aber nicht viele größere Einsätze gegeben.

Die Polizei in NRW zog eine zufriedene Bilanz der Silvesternacht. Insgesamt waren landesweit rund 4800 Beamte im Einsatz. Sie hatten deutlich weniger zu tun als in vorangegangenen Jahren. Die Zahl der Einsätze ging um etwa 600 auf rund 2300 zurück. Bei den registrierten Straftaten und den Verletzten gab es ebenfalls ein Minus, wie das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) mitteilte.

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Viele Orte, an denen sonst Tausende den Jahreswechsel feiern, waren in dieser Silvesternacht weitgehend menschenleer. In Köln seien die die Sperrbereich respektiert worden. „Da haben wir überhaupt keine Probleme gehabt“, sagte ein Polizeisprecher. In Düsseldorf hieß es: „Absolut ruhig, keine altstadttypischen Vorfälle.“ Der Silvestereinsatz endete, anders als in den Vorjahren, für die meisten Polizisten in Düsseldorf bereits um 3.00 Uhr.

Quelle: dpa