Böllerverbotszonen an Silvester 2022: So viele Menschen haben dafür gestimmt!

Mit großen Schritten rückt das Jahr seinem Ende zu, die Menschen freuen sich auf Silvester – voraussichtlich wird es beim Übergang von 2022 auf 2023 erheblich lauter und bunter, als in den Vorjahren. Eine Umfrage hat nun ermittelt, wie viele Menschen ein Böllerverbot gutheißen. Die Menge an Zusagen überrascht.
Böllerverbotszone an Silvester in Düsseldorf
Böllerverbotszone an Silvester in Düsseldorf: Hinweisschilder hängen am Zugang zur Altstadt. Foto: Martin Gerten/dpa
Böllerverbotszone an Silvester in Düsseldorf
Böllerverbotszone an Silvester in Düsseldorf: Hinweisschilder hängen am Zugang zur Altstadt. Foto: Martin Gerten/dpa

Demnach befürworten gut 70 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, an Silvester Böllerverbotszonen einzurichten.  Dabei geht es darum, das Zünden von Krachern und Raketen in Städten, beispielsweise an bestimmten Plätzen oder in Altstädten, zu verbieten.

Der Anteil der ausgemachten Böllerfans ist verschwindend gering: Nur 22 Prozent der Befragten lehnen einen solchen Eingriff in den Silvesterspaß ab; der Rest machte in der am Mittwoch gemachten Umfrage keine Angabe.

Böllerverbot zu Silvester 2022 auch in Köln und Düsseldorf

Nach zwei Jahren ohne Raketen- und Böllerverkauf wird Silvester 2022/’23 voraussichtlich wieder lauter und bunter. Die Feuerwerk-Industrie rechnet mit einem ähnlichen Silvesterumsatz wie vor der Corona-Pandemie. Viele Städte, darunter Berlin, München, Köln und Düsseldorf, richten aber erneut Böllerverbotszonen ein.

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Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein generelles Ende des privaten Silvesterfeuerwerks ein. Sie argumentiert etwa mit der hohen Feinstaubbelastung, dem Müllaufkommen und der Belastung für Tiere.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich für ein Verbot aus: schon allein aufgrund der enormen und völlig unnötigen Schadstoffproduktion sowie der Müllberge auf den Straßen am Neujahrsmorgen. Dies gelte erst recht mit Blick auf das hohe Unfallrisiko – vor allem unter Alkoholeinfluss – sowie auf Böller- und Raketen-Angriffe gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter.

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Der Bundesverband Pyrotechnik, ein Zusammenschluss von Profi- und Hobby-Feuerwerkern, argumentiert dagegen, ein Verbot von Kleinfeuerwerk vor der eigenen Haustür oder im Garten entlaste kaum die Krankenhäuser. Der größte Teil der Verletzungen sei auf Alkoholkonsum und entsprechende Konflikte zurückzuführen.

dpa