Foto: Shutterstock / art_of_galaxy
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In einem chinesischen Flugzeug mit mehr als 160 Insassen hat ein Co-Pilot mit seiner E-Zigarette einen plötzlichen Sinkflug ausgelöst. Bei dem Versuch, den Rauch seiner elektronischen Zigarette zu verbergen, habe der Co-Pilot die Klimaanlage ausgeschaltet.

Das berichteten am Freitag chinesische Medien unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde des Landes. Daraufhin sei der Sauerstoffgehalt in der Kabine der Boeing 737 gesunken.

Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Dienstag auf einem Flug der nationalen Fluggesellschaft Air China von Hongkong in die nordostchinesische Stadt Dalian. An Bord waren 153 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Der Co-Pilot habe einen Teil des Ventilationssystems ausschalten wollen, um zu verhindern, dass der E-Zigarettenrauch zu den Passagieren gelangt, berichtete das Informationsportal „Caixin“. Stattdessen habe er jedoch das gesamte Belüftungssystem abgeschaltet.

Demnach sank der Sauerstoffgehalt in der Kabine daraufhin, die Atemmasken in der Deckenverkleidung der Kabine fielen herab und das Alarmsystem der Boeing 737 warnte vor einer eventuell gefährlich hohen Flughöhe. Die Piloten hätten deshalb einen steilen Sinkflug bis auf 3000 Meter eingeleitet.

Den Berichten zufolge gab es keine Verletzten. Die Luftfahrtbehörde leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein. (AFP)