Oktoberfest Wiesn Sanitäter Rotes Kreuz
Foto: Lukas Barth/dpa

München feiert wieder das größte Volksfest der Welt: Seit Samstag sind die Wiesn eröffnet – und die Stadt befindet sich damit für zwei Wochen im Ausnahmezustand. Sechs Millionen Gäste werden einmal mehr in der bayerischen Hauptstadt erwartet.

Und die wollen vor allem eins: mächtig abfeiern!

Erneut mit zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier auf der Wiesn angezapft und das 186. Oktoberfest eröffnet. Die erste Maß Bier reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. Bezahlen musste er freilich nicht. das dürfte ihn freuen, denn die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres.

Und wieder einmal dauerte es nicht lange bis zu den ersten Zwischenfällen auf der Wiesn: Gerade einmal zehn Minuten nach dem Anzapfen hatten Sanitäter bereits die erste „Bierleiche“ behandelt. „Eine 18-Jährige Engländerin hatte vorher zu viel getrunken und dann eine Alkoholvergiftung erlitten“, teilte die Aicher Ambulanz Union am Samstag nüchtern mit.

Den ersten Abtransport von der Wiesn ins Krankenhaus verzeichnete der Sanitätsdienst wenige Minuten später: Eine Bedienung hatte einen Maßkrug ins Gesicht bekommen.

In den gut zwei Wiesnwochen sind in der Sanitätswache rund 600 Helfer und 50 Ärzte im Einsatz. Die kümmern sich nicht nur um Betrunkene, sondern auch um gesundheitliche Probleme wie Schnittverletzungen und Herz-Kreislaufbeschwerden.

Rund 600 Polizeibeamte und viele Hundertschaften an Ordnern sollen an den 16 Festtagen für Sicherheit sorgen. Das Gelände ist auch dieses Jahr umzäunt, an den Eingängen wird stichprobenartig kontrolliert. Es gibt noch mehr Videokameras und zusätzliche Beamte mit Bodycams. Ob diese Maßnahmen greifen werden wir erst in rund zwei Wochen wissen.

Quelle: dpa