Bier erhöht das Corona-Risiko – wer gerne trinkt, infiziert sich mit höherer Wahrscheinlichkeit

Weniger Bier, dafür mehr Rotwein? Das hätte dieser Studie zufolge einen positiven Effekt auf unser Corona-Risiko.
Bier zapfen Corona
Das Bier fließt auch in der Corona-Zeit – die Bedienung trägt dafür aber Maske. Foto: Christoph Soeder/dpa
Bier zapfen Corona
Das Bier fließt auch in der Corona-Zeit – die Bedienung trägt dafür aber Maske. Foto: Christoph Soeder/dpa

Das ist ein ziemlicher Schlag für alle, die gerne mal zur Bierflasche greifen. Nach zwei Jahren Pandemie hat nun eine Studie gezeigt, wie sich das Trinkverhalten auf unser Corona-Risiko auswirkt. Dabei kommt das Bier ziemlich schlecht weg, das liegt an einigen Stoffen, die in Bier enthalten sind. Sie sorgen dafür, dass der Körper schlechter für einer Infektion geschützt sind.

Für die Ausarbeitung wurden insgesamt 473.957 Datensätze, die die britische „Biobank“-Datenbank den Wissenschaftlern des Shenzhen Kanging Hospital in China zur Verfügung gestellt hat, ausgewertet. im Rahmen der Studie wurden Teilnehmer nach ihren alkoholischen Trinkgewohnheiten gefragt – in erster Linie, was sie gerne trinken und wie häufig es zum Alkoholkonsum kommt. Die Ergebnisse wurden bei dem Portal „Frontiers in Nutrition“ veröffentlicht. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Risiko, sich mit Corona zu infizieren.

Studie: Bierkonsum erhöht das Corona-Risiko

Das wurde dann mit den von den Teilnehmern zur Verfügung gestellten Corona-Testergebnissen bis in den Sommer 2021 verknüpft, sodass aus diesen Parametern die Erhebungen vorgenommen wurden. Zudem haben die Wissenschaftler auch daran geforscht, welche Stoffe in den verschiedenen Getränken positive oder negative Auswirkungen auf den Schutz vor Corona-Infektionen haben könnten.

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Dabei ergab die Ausarbeitung, dass Biertrinker ein bis zu 28 Prozent höheres Risiko haben, sich mit Corona zu infizieren. Dabei spielt nur eine untergeordnete Rolle, wie regelmäßig und wie viel getrunken wird. Auch bei nicht übermäßigem Konsum wurde schon ein erhöhtes Risiko festgestellt – dasselbe gilt für Cider (Apfelwein).

Ist Rotwein der Retter für frustrierte Biertrinker?

Anders sieht es bei Rotwein aus. Der Konsum von Rotwein verringert der Studie zufolge, das Risiko sich mit Corona zu infizieren. Die Wissenschaftler sehen dabei einen Bezug zu Phenole wie dem Kohlenwasserstoff Stilben, Proanthocyanidine und Resveratrol, die in Rotwein enthalten sind.

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Diese Stoffe sorgen dafür, dass der Blutdruck gesenkt wird, sie wirken entzündungshemmend und helfen auch bei Atemwegsinfektionen. „Diese Erkenntnisse bestärkt den Eindruck, dass Rotwein gegen das Covid-19-Risiko hilft“, erklären die Wissenschaftler in der Veröffentlichung. In der Zusammenfassung zur Veröffentlichung der Ausarbeitung kommen die Forscher zum Schluss: „Bier und Cider sind aufgrund des erhöhten Risikos, sich mit Covid-19 zu infizieren, nicht zu empfehlen – unabhängig von Regelmäßigkeit und Menge.“ Da dürfte der ein oder andere nun den Umstieg auf den Rotwein ins Auge fassen.

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