Foto: Instagram/porvocedanii
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Der Profi-Fußballer Daniel Correa Freitas ist bestialisch ermordet worden. Nun gibt es neue Infos zu den Hintergründen der grausamen Tat, bei der dem Brasilianer die Genitalien abgeschnitten worden waren.

Ende Oktober hatten die Behörden der Metropole Curitiba eine Leiche in einem Busch gefunden. Correa war Opfer eines Folter-Mordes geworden. Neben einem abgeschnittenen Penis stellten die Beamten unter anderem Schnittwunden am Hals fest, letztlich hatte eine Schusswunde zum Tod geführt. Die Gründe für die Greuel-Tat blieben bislang ungeklärt. Nun aber gibt es erste Hinweise.

Nach einem Bericht des Portals „UOL“ hatte sich der 24-Jährige mit Cristiana Brittes eingelassen, der Frau seines mutmaßlichen Mörders. Demnach soll Correa nach einem Abstecher in einem Nachtclub mit vier weiteren Männern in ein Haus zu einer Geburtstagsparty gefahren sein. Dort soll er mit Brittes geschlafen haben.

„Wir kamen in dem Haus an und tranken und unterhielten uns“, sagte ein Zeuge dem Portal. Freitas wäre irgendwann verschwunden und ungefähr eine halbe Stunde später waren „Hilfe“-Rufe zu hören. Andere Medien berichten von einer möglichen Vergewaltigung.

Edison Brittes Junior sitzt in Haft

Wie die örtliche Zeitung „Banda B“ berichtet, handelt es sich beim mutmaßlichen Täter um den Unternehmer Edison Brittes Junior. Er, seine Frau und die Tochter wurden festgenommen.

Laut lokalen Medien soll der Fußballer vor der Party Nachrichten an seine Freunde verschickt haben, in denen er ankündigte, er werde „die Mutter des Geburtstagskindes vernaschen.“ Die spanische Zeitung „Marca“ zeigt jedenfalls Bilder einer offenbar schlafenden Frau, es soll Cristiana Brittes sein.

Der Anwalt des Ermordeten erklärte, dass Correa mit einer Frau und deren Mörder in einem Zimmer zusammen gewesen sei. Anschließend sollen vier Männer das Mordopfer verprügelt und im Kofferraum weggefahren haben. Die Ermittlungen dauern an.

Am Montag legten die Spieler des FC São Paulo vor ihrem Training eine Schweigeminute zum Gedenken an den 24-Jährigen ein. Andere Fußballklubs und ehemalige Mitspieler kondolierten der Familie. Daniel spielte 2015 und 2016 für den Erstligisten und seit Juni für den kleinen Klub São Bento.

Der aus dem Bundesstaat Minas Gerais stammende Daniel war ein begnadeter Dribbler. Seine Fans nannten ihn liebevoll „Daniel Messi“ – nach dem argentinischen Superstar Lionel Messi. Nach einer schweren Knieverletzung fand der Spieler zuletzt aber nicht mehr zu seiner ursprünglichen Form zurück.

Brasilien gehört zu den gewalttätigsten Ländern der Welt. Im vergangenen Jahr wurden 63.880 Fälle von Totschlag oder Mord gezählt, das sind 30,8 Opfer pro 100.000 Einwohner.

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