Schule Coronavirus
Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

In Berlin ist ein Lehrer nach einer Corona-Infektion gestorben. Der Mann hatte keine Vorerkrankungen. Es wird vermutet, dass er sich in der Schule im Stadtteil Kreuzberg angesteckt hatte. Das berichtet die Tageszeitung „Der Tagesspiegel“.

Der Lehrer habe sich „höchstwahrscheinlich“ in der Schule angesteckt, twitterte Gökhan Akgün, der Vorsitzende des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW hat den Tweet retweetet.

Einen Beweis dafür, dass die Ansteckung in der Schule erfolgte, gibt es bislang allerdings nicht. Trotzdem stellen sich viele die Frage: Wie hoch ist das Risiko für Lehrkräfte? In der Traueranzeige steht: „Unsere Schulgemeinschaft trauert um unseren geschätzten Kollegen, der viel zu früh uns gegangen ist. Wir werden seine Lebensfreude, seine Zuversicht und seinen Humor vermissen.“

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In einer Klasse, in der der Lehrer unterrichtet hatte, soll es laut „Tagesspiegel“ mehrere Corona-Fälle unter den Schülern gegeben haben, außerdem soll zumindest ein weiteres Mitglied des Lehrpersonals positiv getestet worden sein.

Akgün fordert, dass die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Schulen in Berlin konsequent umgesetzt werden.

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Das Institut empfiehlt ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen in einer Woche pro 100.000 Einwohnern für alle Schulen des betroffenen Gebietes eine generelle Maskenpflicht im Unterricht, sogar an Grundschulen.

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Außerdem sollten die Lerngruppen verkleinert werden, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Bundesweit und auch in Berlin werden die Maßnahmen aber erst ab einer Inzidenz von 200 umgesetzt.

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