Foto: Instagram / yasserabou
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Erst am Donnerstag wurde Arafat Abou-Chaker aus der Untersuchungshaft entlassen. Nun ist offenbar auch sein Bruder Yasser wieder auf freiem Fuß.

Laut Informationen der „Bild“ durfte der 37-Jährige das Gefängnis in Dänemark ebenfalls am Donnerstag verlassen und ist mittlerweile zurück in Berlin – obwohl die Staatsanwaltschaft in der Zwischenzeit einen weiteren Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn erwirkt haben soll. Dieser sollte Abou-Chaker in Dänemark zugestellt werden, doch weil dieser sich inzwischen in der deutschen Haupstadt befindet, hat er keine Gültigkeit mehr. Aufgrund von rechtlichen Hürden kann der Haftbefehl wohl nicht vor März vollstreckt werden. Bedeutet im Klartext: Yasser ist frei, obwohl er eigentlich im Knast sitzen müsste.

Derweil kamen die Hintergründe zur Freilassung von Clan-Chef Arafat Abou-Chaker ans Licht. Wie das Blatt weiter berichtet, seien zwei entscheidende Zeugen vom Gericht vorgeladen worden: Zwei Brüder von Yassers Frau, die Arafat im Vorfeld belastet und die Pläne in Bezug auf die Entführung von Bushidos Familie bestätigt hatten. Doch als Cousins des 42-Jährigen machten sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, bestätigte, dass derzeit geprüft werde, ob eine Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls eingelegt werde. Das Gericht hatte keine Gründe, also zum Beispiel Flucht- oder Verdunkelungsgefahr, gesehen.

Mitte Januar war Arafat Abou-Chaker am Rande eines Gerichtstermines verhaftet worden. Der Grund: Abou-Chaker sollte einen Anschlag auf die Familie des Rappers Bushido geplant haben. Konkret ging es um die „verabredete Entziehung Minderjähriger, schwere Körperverletzung und Anstiftung zur Entziehung Minderjähriger“, bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Auch Yasser soll in die Planung involviert gewesen sein.

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