Foto: Nym_Pleydell/shutterstock (Symbolbild)
Foto: Nym_Pleydell/shutterstock (Symbolbild)

Dieser Tag wird Cassie Barker ihr Leben lang begleiten. Am 30. September 2016 vergaß sie ihre Tochter bei brütender Hitze im Auto. 37 Grad herrschten damals im US-Bundesstaat Mississippi, vier Stunden später war die kleine Cheyenne tot. Zurzeit läuft der Prozess.

„Ich weiß nicht, was ich Ihnen Schlimmeres antun könnte, als das, was sie bereits erlebt haben. Sie werden für immer in einem Gefängnis Ihrer eigenen Gedanken eingesperrt sein“, sagte der Richter der 29-Jährigen, der dabei Tränen übers Gesicht laufen. Und tatsächlich ist das, was sich an jenem Tag ereignete, kaum in Worte zu fassen und einer Mutter absolut unwürdig.

Gegen 9 Uhr stellte Barker laut Informationen der „Daily Mail“ ihr Auto vor dem Haus ihres Vorgesetzten ab, ließ den Motor und die Klimaanlage laufen und ihre Tochter im Auto sitzen. Erst vier Stunden später kehrt sie zurück, findet das Mädchen leblos. Doch alle lebensrettenden Maßnahmen nützen nichts und auch die herbeigerufenen Rettungskräfte, die eine Körpertemperatur von 107 Grad Fahrenheit (ca. 42 Grad Celsius) feststellen, können nicht mehr helfen: Wenig später stellen sie den Tod der Dreijährigen fest.

Im Zuge der Ermittlungen geben Barker und ihr Vorgesetzter an, zunächst Berufliches besprochen, dann eine Schlaftablette genommen und in der Folge vier Stunden geschlafen zu haben. Doch wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine Lüge, denn die beiden hatten Sex gehabt.

Das Kuriose: Bereits ein Jahr zuvor hatte die Frau ihr Kind im Auto vergessen, das von einem Passanten entdeckt und gerettet worden war. Der Vater des Mädchens, der nach der Trennung von Barker nach Jacksonville, Florida zurückgekehrt war, erfuhr erst nach dessen Tod von diesem ersten Vorfall. Er meint, dass man schon damals hätte eingreifen müssen: „Das war ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmte. Und wenn man mich informiert oder Cassie das Sorgerecht entzogen hätte, wäre meine Tochter heute noch am Leben.“

Während ihr Vorgesetzter nach dem Rauswurf bei der Polizei keine weiteren Konsequenzen fürchten muss – er hatte nicht gewusst, dass das Kind im Auto saß – droht Barker eine lange Haftstrafe. Am 1. April 2019 soll das Urteil gefällt werden

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