Samuel Kempf hat in den vergangenen Tagen nur wenig geschlafen. Das liegt an einer aufregenden Achterbahn-Fahrt, die der Neuseeländer hinter sich gebracht hat.

Die Gründe für die Schlafproblematik sind allerdings nicht körperlicher Natur, wie man meinen könnte. Denn die Fahrt liegt bereits mehr als zwei Wochen zurück und Kempf hat sich als Faustball-Nationalspieler längst von den Strapazen erholt.

Nein, der Mann hat erst am Mittwoch das Video seiner Fahrt hochgeladen. Und das hat derart hohe Wellen geschlagen, dass er nun Medienanfragen aus aller Welt beantworten muss.

Alle wollen eine Stimme oder ein Bild von Kempf, weil er in der „Port Aventura World“, ein Themenpark in Barcelona, auf einer Achterbahn bei 134 km/h das herausgefallene Handy eines Fremden aus der Luft fischte. Eine Leistung, die man sich gar nicht vorstellen kann. Deshalb schaut euch die Szene erstmal im Video an, das von der Kamera der Achterbahn stammt:

Die sensationelle Reaktion samt Fang dürfte mindestens Seltenheitswert genießen, wenn nicht einmalig sein. Doch Kempf schränkt seine Heldentat ein wenig ein. Dem Portal „stuff“ sagte er: „Der Typ zwei Reihen vor mir hatte sein Handy herausgenommen, als die Fahrt anfing. Und er ließ es fallen und es landete einfach auf dem Boden seines Wagens. Er habe zwar versucht, es zu erreichen, aber der Sicherheitsbügel habe ihn festgehalten. Ich sagte spaßeshalber zu meinem Bruder und den anderen, mit denen wir da waren: ,Macht euch bereit, es zu fangen’.“

Der kleine Scherz entpuppte sich zur großen Tat, die nun viral geht. Das Video wurde binnen zwei Tagen über 1,7 Millionen Mal aufgerufen – Tendenz stark steigend. Noch während der Fahrt jubelte Kempf ausgelassen, klatschte mit Mitfahrern ab – das eigene Fahrerlebnis geriet zur Nebensache.

Zurück auf dem Boden erhielt Besitzer sein schmerzlich vermisstes Mobiltelefon zurück. „Er konnte es kaum glauben und umarmte mich ausgiebig“, berichtete Kempf. Und dann bezahlte er Kempf zum Dank das Video der Fahrt, was die Mitarbeiter des Vergnügungsparks zunächst nicht herausgeben wollten. Sie dachten fälschlicherweise, dass Kempf mit seinem Handy eine illegale Aufnahme der Fahrt gemacht hätte. Doch als sie es sich angesehen hatten, stand ihnen nur noch der Mund offen.