Badeverbot auf Mallorca? Rettungsschwimmer könnten für Urlauber-Chaos sorgen

Kein Schwimmen und Plantschen auf Mallorca? Ein Bade- und Strandverbot zeichnet sich mitten in der Urlaubssaison ab.
Mallorca Strand
Sonne genießen und noch ein bisschen im Wasser plantschen – das geht fast nirgends so gut wie auf Mallorca. Foto: Clara Margais/dpa
Mallorca Strand
Sonne genießen und noch ein bisschen im Wasser plantschen – das geht fast nirgends so gut wie auf Mallorca. Foto: Clara Margais/dpa

Die Urlaubssaison läuft auf Hochtouren – nach zwei Jahren, in denen das Reisen pandemiebedingt nur eingeschränkt möglich war, wollen viele endlich Sonne, Strand und Meer genießen. Gerade mit Letzterem könnte es aber für Mallorca-Urlauber eng werden. Grund dafür ist aber nicht etwa schlechtes Wetter, sondern ein sich anbahnender Streik.

Wenn geordnet geschwommen und geplantscht werden soll, benötigt es insbesondere eines: Eine ordentliche Absicherung. Dafür gibt es nun einmal Bademeister. Was aber, wenn die auf einmal streiken und ihre Arbeit somit erst einmal niederlegen wollen? Diese Frage dürfte sich aktuell der eine oder andere Verantwortliche auf Mallorca stellen.

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Badeverbot auf Mallorca Mitte Juli? Ein Streik zeichnet sich ab

Denn wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, ist nun ein Streik der Rettungsschwimmer Mitte Juli sogar schon beschlossene Sache. Die Verantwortung dafür trägt wiederum die „Unión de Socorristas de Mallorca“, also die Gewerkschaft der Rettungsschwimmer.

Aktuell zeichnet sich also ein Badeverbot für den Zeitraum ab dem 16. Juli ab – ob es dann tatsächlich so weit kommt und wie lange dieser Streik andauern wird, das hängt sicherlich noch von Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und der Stadt, die für die Beschäftigung Rettungsschwimmer verantwortlich ist, ab. Das Katastrophen-Szenario mit gesperrten Stränden mitten im Sommer ist aber absolut realistisch.

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Hinter dem Streik stehen viele unzufriedene Rettungsschwimmer. Sie klagen nicht nur über ungerechte Bezahlung, sondern auch darüber, dass sie überlastet seien. Teilweise müssen sie über zwölf Stunden ihre Badezonen im Blick behalten, so lange seien vielerorts die Schichten.

Und: Die Verantwortung für ihre Badegäste tragen sie ja auch. Momente der Müdigkeit und damit verbundener Unachtsamkeit kann man sich da eigentlich nie erlauben. Pikant: Eigentlich soll es den Rettungsschwimmern sogar vertraglich verboten sein, in den Streik zu treten. Die Lage soll aber für so viel Unzufriedenheit sorgen, dass sich selbst dem widersetzt werden soll.