Baby im Karton: Neugeborenes bei Eiseskälte vor Haus abgestellt

In Alaska ist am Neujahrstag ein Neugeborenes in einem Karton vor einem Haus abgestellt worden. Dem Baby geht es gut, die Finderin sucht die Mutter.
Foto: tnehala77 / Shutterstock.com (Symbolbild)
Foto: tnehala77 / Shutterstock.com (Symbolbild)

Als die US-Amerikanerin Roxy Lane am 1. Januar aus ihrem Haus trat und zu ihrem Briefkasten ging, hat sie nicht schlecht gestaunt, als sie einen Karton fand, in dem ein neugeborenes Baby lag. Und mehr noch: Es lag sogar ein Brief mit einer Botschaft dabei.

Dort stand: „Ich wurde heute am 31. Dezember 2021 um 6 Uhr morgens geboren. Ich wurde 12 Wochen zu früh geboren. Meine Mutter war in der 28. Woche, als sie mich bekam. Bitte helft mir!!!“

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Weiter hieß es: „Meine Eltern und Großeltern haben weder Essen noch Geld, um mich aufzuziehen. Sie wollten mir das NIEMALS antun. Meine Eltern lebten in der Cormorant St.. Meine Mutter ist so traurig, dass sie das tun muss. Bitte nehmt mich und findet eine liebende Familie für mich. Meine Eltern flehen denjenigen an, der mich findet. Mein Name ist Teshawn.“

Das Baby war wohlauf

Gegenüber dem Portal „KTOO“ aus Alaska bestätigten Polizisten den Fund des Säuglings und brachten ihn ins Krankenhaus, wo festgestellt werden konnte, dass das Baby trotz der Außentemperatur von einem Grad bei guter Gesundheit ist.

Die Finderin veröffentlichte daraufhin einen Post auf Facebook, wo sie darum bat, die Eltern des Neugeborenen nicht vorschnell zu verurteilen. „Heute habe ich ein ausgesetztes Neugeborenes in einem Karton in der Reihe der Briefkästen bei meinem Haus gefunden. Ich habe den ganzen Tag über meine Gefühle verarbeitet und bin mit meinem Freund und meiner Familie alle möglichen Szenarien und Gründe durchgegangen, warum so etwas passieren konnte. Ich wollte ein paar Gedanken teilen.“ Der Beitrag wurde bereits über 34.000 Mal geteilt.

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Roxy Lane wies auch darauf hin, dass Alaska wie alle US-Bundesstaaten über ein sogenanntes Safe-Haven-Gesetz verfügt, das es Eltern ermöglicht, Neugeborene in Krankenhäusern, Feuerwachen und Polizeistationen abzugeben, ohne das Fragen gestellt werden dürfen.

Ein Aufruf, sich um die Mutter zu kümmern

„Ich hoffe, die Mutter bekommt die Hilfe, die sie braucht. Ich bezweifle, dass sie es sich leisten konnten, das Baby ins Krankenhaus zu bringen, und sie braucht vielleicht medizinische Hilfe“, schrieb sie weiter. „Bitte, kennt jemand diese neue Mutter, schaut nach ihr! Sie könnte sich in einer verzweifelten Situation befinden und sich selbst verlassen fühlen. Wir wissen es nicht, es könnte eine ganze Hintergrundgeschichte hinter verschlossenen Türen geben.“

Abschließend hieß es noch: „Offensichtlich fühlte sich jemand in unserer Gemeinde so verloren und hoffnungslos, dass er die wahrscheinlich schwerste Entscheidung seines Lebens traf und dieses unschuldige Leben am Straßenrand mit nichts als ein paar Decken und einem Namen zurückließ. Aber sie hat ihm einen Namen gegeben! Da ist Liebe im Spiel, auch wenn sie eine schreckliche Entscheidung getroffen hat.“