War es die Party wert? Ein Paar in der australischen Stadt Melbourne hat sich verlobt und wollte das feiern. Allerdings befindet sich die Stadt aktuell im Lockdown. Ihnen war das egal, die Konsequenzen folgen nun aber – und sie haben es in sich!

Wie das australische Portal „9news“ berichtet, versammelten sich 69 Menschen in der vergangenen Woche zur Verlobungsfeier. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Melbourne schon im Lockdown. Bedeutet: Alle Partygäste verstießen gegen die Regeln, die aktuell vor Ort herrschen.

Verlobungsfeier im Lockdown – selbst der Premierminister ist sauer

In der Region um Melbourne sind aktuell selbst Treffen in der Öffentlichkeit verboten. Da sind rund 70 Personen in einem Haus ein schwerwiegender Verstoß. Das kann man auch daran sehen, dass sich selbst der australische Premierminister zu dieser Party geäußert hat.

Twitter

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Inhalt laden

Daniel Andrews wurde in seiner Wortwahl sogar sehr deutlich, als er in einer Stellungnahme von „beschissenen Entscheidungen“ sprach, die einige wenige gefällt und damit für einen längeren Lockdown gesorgt hätten. Die Party-Teilnehmer bezeichnete er als „egoistisch“. Er sei „wütend“ auf sie – auch weil sie Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden „tausende Stunde“ Arbeit eingebrockt hätten. Brett Sutton von der örtlichen Gesundheitsbehörde kritisierte die Veranstaltung als „unglaublich zerstörerisch“.

>> Corona-Verstöße en masse: Swinger-Party findet jähes Ende <<

Lockdown-Verlobungsfeier: Mehrere Gäste Corona-positiv

Denn mittlerweile ist klar, dass mehrere Party-Gäste positiv auf Corona getestet wurden. Nun gilt es, die Kontakte der Gäste aufzuschlüsseln, um aus der Party kein Superspreader-Event werden zu lassen.

Und für die Teilnehmer hat die Verlobungsfeier natürlich Konsequenzen. Jeder Erwachsene, der bei der Sause dabei war, müsse 5452 Dollar zahlen, berichtete der australische Sender 9News am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Das seien 56 an der Zahl. Insgesamt reden wir also von einer Strafe von rund 305.000 australiscjen Dollar (umgerechnet rund 184.000 Euro).

>> Indisches Paar umgeht Corona-Regeln: Hochzeitsfeier im Flugzeug <<