Polizei
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Schockierender Vorfall in Leipzig: An der Moritzbastei ist eine transsexuelle Studentin brutal angegriffen und bis in die Notaufnahme verfolgt worden. Der Täter hatte die 22-Jährige zuvor aufgefordert, ihr Geschlecht zu entblößen.

Die Kommilitonen sind noch immer fassungslos ob der grausamen Tat eines Mannes. Das Opfer saß bei herrlichem Sommerwetter am Montagabend auf einer Mauer vor der Moritzbastei. Ein Fremder tauchte auf und fragte dreist nach ihrem Geschlecht, wie Stura-Sprecher Nicolas Laible der „Leipziger Volkszeitung“ schildert.

Dann wurde es noch krasser: Sie sollte ihm ihren Intimbereich zeigen. Als die Frau dies ablehnte, schlug der Mann unvermittelt zu, brach ihr die Nase. Passanten eilten zur Hilfe, den Mann hielt aber niemand auf.

Es kam noch schlimmer. Mit einer Freundin fuhr die Frau in die Notaufnahme der Leipziger Uniklinik, wo der Schläger rund 90 Minuten nach der ersten Tat erneut auftauchte. „Während der Wartezeit betrat der Angreifer ohne ersichtlichen Grund den Wartebereich, sah sich suchend um, erkannte sichtbar beide, lächelte und verließ das Krankenhaus“, sagte Laible der „Leipziger Volkszeitung“.

Immerhin, die Freundin machte mit ihrem Handy ein Foto vom Täter, das Opfer erstattete Anzeige. Sie beschrieb den Täter als 1,80 Meter großen Mann Mitte bis Ende 30, sportliche Figur, sächsischer Dialekt. Die Polizei ermittelt.

Der Studentenrat zeigte sich über die „menschenverachtende Form und Brutalität“ des Übergriffes entsetzt. Sture erklärte der Leipziger Volkszeitung: „Als einzigen Grund für die Attacke sah der Angreifer offenbar die bloße Anwesenheit der transsexuellen Studierenden.“