Ein Flugzeug von Easyjet auf dem Rollfeld
Foto: Bernd Thissen/dpa

Zwei Briten haben am Flughafen in der italienischen Stadt Cagliari für einen kuriosen Einsatz gesorgt. Sie sprinteten plötzlich über das Rollfeld mit ihren Koffern im Schlepptau und wurden dabei von bewaffneten Polizisten verfolgt.

Wie die britische Boulevard-Zeitung „The Sun“ berichtet, waren die beiden Männer, ein DJ und sein Vater, ganz entspannt in einer Flughafen-Bar, als ihnen plötzlich auffiel, dass sie das Boarding schon verpasst hatten.

Sie wollten eigentlich von Cagliari nach London Stansted heimkehren, wurden dann aber vom „Last Call“ überrumpelt. Die Briten sprinteten zu ihrem Gate und hofften, gerade noch rechtzeitig zu kommen. Allerdings hatten die Mitarbeiter der Airline easyJet keine guten Nachrichten.

Das Boarding war bereits abgeschlossen und eine Ausnahme sei nicht möglich. Was dann folgte, kann man getrost als Übersprunghandlung bezeichnen: Sie öffneten eine Notfalltür und rannten wild dem Flugzeug hinterher.

DJ Tony Loi bezeichnet diese Entscheidung nun als „lächerlich und dumm“. Denn plötzlich gab es eine Verfolgungsjagd mit der Polizei – während die Passagiere panisch ihre Koffer hinter sich herzogen, waren die Beamten bewaffnet.

„Ich bin rausgegangen und zum Flugzeug gerannt, ich konnte sehen, dass es immer noch da war“, erklärt Loi. „Ich wollte einfach noch ins Flugzeug, ich bin ja kein Krimineller oder betrunken.“ Die Reaktion der Beamten hat er jedenfalls völlig falsch eingeschätzt.

Er hoffte sogar darauf, dass die Polizei Kontakt zum Cockpit aufnimmt und sich dafür einsetzt, dass die Briten noch an Bord gelangen. Stattdessen wäre es beinahe zur Eskalation gekommen. „Wären die beiden in eine andere Richtung gelaufen, hätten wir unter Umständen auf sie schießen müssen“, meinte der Polizist Mimmo Bari.

So blieb der Ernstfall aber aus und die Briten wurden „nur“ von den Polizisten abgeführt. Nach einer einstündigen Anhörung wurden sie mit Geldstrafen belegt und dann freigelassen. Inzwischen sind die beiden übrigens wieder in der Heimat angekommen.