Amerikanische Studie bestätigt: Weitere Symptome für Omikron entdeckt

In den USA haben Wissenschaftler weitere Symptome für eine Erkrankung mit der Omikron-Variante entdeckt. Darauf müsst ihr nun achten.
Coronavirus Abstrich
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Coronavirus Abstrich
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach und nach finden immer mehr Wissenschaftler und Studien Möglichkeiten heraus, Omikron noch besser, noch früher zu erkennen. Vor allem die Suche nach den entsprechenden Symptomen läuft weiter auf Hochtouren. Neben Rücken- und Muskelschmerzen sind auch die Haut, die Lippen und Nägel mögliche Indikatoren für eine Infektion.

Und nun haben Ärzte noch weitere Symptome aufgedeckt, die mit einer Infizierung der Omikron zu tun haben könnten. So sollen auch Schwindel und Benommenheit ein Symptom für die Erkrankung sein, wie das U.S. National Library of Medicine National Institutes of Health berichtet. So sei in etlichen Studien weltweit beobachtet worden, dass das Virus auch jene Symptome verursacht.

„Wir möchten betonen, dass Schwindel nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte, da er nachweislich eine auffällige klinische Erscheinung bei COVID-19-Patienten ist“, schreiben die Autoren. „Es ist zwingend erforderlich, dass behandelnde Ärzte wachsam bleiben, insbesondere bei der Behandlung unspezifischer Symptome wie Schwindel, da dieser leicht übersehen werden kann.“

Corona greift automatisch vestibuläres System an

Im Gegensatz zum sonstigen Schwindelgefühl, welches eher als „Gefühl, als ob man ohnmächtig werden könnte“ beschrieben wird, soll das Schwindelgefühl nach einer Infektion mit Corona als „ein Gefühl des Drehens oder ein verändertes Bewegungsgefühl, das oft als Schwindel bezeichnet wird“ empfunden werden. Da Corona, wie andere Atemwegserkrankungen auch, Entzündungen in den Nebenhöhlen und im Innenohr hervorrufen kann, wird somit auch automatisch das vestibuläre System, welches für die Gleichgewichtssteuerung des Körpers zuständig ist, angegriffen.

„Wenn sich eine Ohrenentzündung entwickelt oder die Eustachische Röhre, die die Ohren mit dem hinteren Teil des Rachens verbindet, verstopft, kann dies zu Schwindelgefühlen führen“, bestätigt auch Dr. Christine Greiss, Leiterin des Concussion Program am JFK Johnson Rehabilitation Institute, in einem Interview mit Hackensack Meridian Health.

Daher sollen sich Infizierte mit diesen Symptomen am besten langsam bewegen, Zeit nehmen und warten, bis die Schwindelgefühle vergehen. Sollten sich die Symptome verschlimmern, solle ein Termin beim Arzt gemacht werden. Es hänge aber auch viel mit dem Impfstatus zusammen. Während Geimpfte vorrangig über Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber klagen, eben eine dicke Erkältung, treten Kurzatmigkeit, Husten und andere übliche grippeähnliche Symptome nur bei Ungeimpften auf, wie es weiter heißt.

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