Kindergarten Essen-Tisch
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In dem Fall dürfte die Alltagsaussage „Früher war alles besser“ dann doch mal passen. Eine Kindergarten-Leiterin aus Norwegen greift nun durch – gegen die Eltern der Kinder, die sie betreut. Das steckt hinter der kuriosen Maßnahme!

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Das trifft inzwischen im Kongerød-Kindergarten in der norwegischen Stadt Skien auf die Mahlzeiten der Kiner zu. Immer wieder werden die Erzieher mit Allergien, Unverträglichkeiten oder einfach speziellen Wünsche konfrontiert.

Anne Meyer, die Leiterin der Tagesstätte, hat davon inzwischen genug. Die Menge der „No Gos“, die von Elternseite ausgegeben wurden, werden immer mehr. Was kann man denn überhaupt noch auftischen? Brei mit Heidelbeeren und Bananen scheint fast die einzige Möglichkiet.

Da kann sich keiner wirklich beschweren – das schmeckt auch allen. Einen ärztlichen Nachweis brauchen die Familien inzwischen schon, um Allergien nachzuweisen. Da wurden offenbar einige falsche Angaben gemacht.

„Oft kommen Eltern, weil sie irgendwas in einer Zeitung gelesen haben oder in einer Müttergruppe gehört haben. Das reicht nicht aus. Ich finde, hier müssen wir eine Grenze ziehen“, beschreibt Meyer das Problem dem norwegischen TV-Sender „NRK“.

Die Zeiten, in denen einfach mal eine Packung Fischstäbchen oder Chicken Nuggets warmgemacht wurden, und es dazu mal ein paar Pommes Frites gab, sind vorbei.

„Wir haben 98 Kinder und wenn wir allen Wünschen nachgehen würden, müssten wir 98 verschiedene Ernährungspläne aufstellen.“ Margarethe Carlsen vom norwegischen Gesundheitsamt gibt Meyer Recht: „Wir können in den Kindergärten nicht Rücksicht auf alle Diäten nehmen.“ Da müssen die Kinder künftig auch mal in den sauren Apfel beißen.