In Kamen in Nordrhein-Westfalen haben sich am Dienstagabend beim Fast-Food-Restaurant Kentucky Fried Chicken (KFC) dramatische Szenen abgespielt. Ein Gast wurde nach dem Verzehr von Speisen so übel, dass er sich übergeben musste. Insgesamt landeten fünf Personen mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus. Die Filiale wurde umgehend geschlossen.

Gegen 22.35 Uhr klagten fünf Gäste, die gemeinsam das Fast-Food-Restaurant besucht hatten, über Übelkeit. Sie hatten vorher in der KFC-Filiale Hähnchenteile gegessen. Das berichtet die „Bild“. Einem Mitglied der Gruppe wurde vor Ort noch so schlecht, dass er sich im Restaurant übergeben musste, wie der „Westfälische Anzeiger“ berichtet. Nach Aussagen der Betroffenen hatten alle ähnliche Produkte aus dem Angebot verzehrt und zunächst lediglich einen ungewöhnlichen Geschmack registriert.

Die Fünfer-Gruppe wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Menschen durften die Klinik aber nach eingehenden Untersuchungen wieder verlassen. 

Noch in der Nacht wurde derweil die KFC-Filiale an der Autobahn A 1 vom Betreiber nach Rücksprache mit der Polizei vorsorglich geschlossen. Ordnungsamt und öffentlicher Gesundheitsdienst prüfen den Fall. Die Polizei stellte diverse Proben sicher, darunter auch das Frittierfett, und gab sie in die lebensmitteltechnische Kontrolle.

„Die Schließung durch die Polizei war eine Vorsorgemaßnahme. Wir sind als Gesundheitsbehörde dabei, die Fakten zu sammeln, um einen Überblick zu haben“, sagte Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises Unna dem „Westfälischen Anzeiger“.

Der Kreis Unna teilte am Mittag auf seiner Website mit, dass vermutlich das Frittierfett die Ursache für die Übelkeit der Gäste war. Die festgestellten Proben wichen von anderen Proben in Geruch und Aussehen ab, heißt es auf der Website. Das Fett wurde fachmännisch entsorgt. Mittlerweile hat das Restaurant wieder geöffnet.

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