Affe Löwe Krüger Nationalpark
Foto: Kurt Schultz/AP

Ein niedliches LöwenBaby kann offenbar auch das Herz eines Pavians erweichen. Im Kruger-Nationalpark in Südafrika ist ein männlicher Affe beim Tragen und Verhätscheln eines Löwenjungen gesichtet worden, so als wäre es der eigene Nachwuchs.

In 20 Arbeitsjahren habe er ein solches Verhalten nie gesehen, sagte der Safari-Betreiber Kurt Schultz der Nachrichtenagentur AP. Aber das Geschehen am Samstagmorgen habe das LöwenBaby wohl nicht überlebt.

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„Das Umsorgen dieses Löwenjungen war die gleiche Fürsorge, die ein weiblicher Pavian ihrem eigenen Jungen entgegenbringt“, sagte Schultz. Auf Fotos war zu sehen, wie der Affe den Löwen in einen Baum trägt und ihn dabei teils mit einem Arm umklammert, den Nacken des Jungtiers hält er mit seinem Biss fest. Das Männchen habe sich von Ast zu Ast bewegt und das Junge längere Zeit getragen, so Schultz. „Das Junge wirkte sehr erschöpft.“

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Die Pavian-Gruppe sei zu Beginn sehr aufgeregt gewesen, möglicherweise, weil sie das Jungtier gefunden haben. Paviane seien „sehr starke Tiere und wenn sie aufgeregt waren und sich am Anfang um das Baby gestritten haben, hat es sich vielleicht innere Verletzungen zugezogen“. Es sei außerdem ein heißer Morgen gewesen und das Jungtier habe Anzeichen von Austrocknung aufgewiesen.

„Ich glaube nicht, dass das arme Junge überlebt. Die Pavian-Gruppe war groß und ein Löwe wäre nicht in der Lage, sich das Baby zurückzuholen“, mutmaßte Schultz. Mit wachsender Größe wäre das Jungtier zudem eine Gefahr für die Affen. Er habe bereits gesehen, wie Paviane Leoparden-Babys getötet hätten und habe davon gehört, dass dies ebenso mit Löwenjungen geschehen sei.

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Am Dienstag teilte die „Kurt Safari Company“, die professionelle Touren durch den Kruger-Nationalpark anbietet, zudem auf ihrer Facebook-Seite mit, dass man das Löwen-Baby drei Tage nach der erstmaligen Sichtung nicht wieder gesehen habe. „Kein Löwen-Baby ist in diesem jungen Alter und in diesem Zeitraum in der Lage, ohne Milch zu überleben“, heißt es in dem Beitrag.

Die Natur sei manchmal grausam, aber die Park Ranger würden auch nicht intervenieren, da die Natur nun mal ihren Weg gehen muss. „Unabhängig vom Ergebnis oder von den Gefühlen, die man als Naturliebhaber hat.“

Quelle: dpa